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Tausende bei Protestaktionen gegen niederländische Corona-Politik

14:12
16.01.2022
In Amsterdam sind am Sonntag erneut Tausende Menschen zusammengekommen, um gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung zu protestieren. Auf Spruchbändern hieß es unter anderem «Rückkehr zur Normalität jetzt!», «Wir haben die Lügen satt» und «Kein 2G». An den Protestaktionen beteiligten sich auch Bauern, die mit mehreren Traktoren nach Amsterdam gekommen waren, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete.

Zu den Demonstrationen in mehreren Vierteln Amsterdams sowie auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum hatte die Aktionsgruppe «Nederland in Verzet» («Niederlande im Widerstand») aufgerufen. Damit sollte an die als «Kaffeeschlacht» bezeichneten gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten am 17. Januar vorigen Jahres erinnert werden. Die seinerzeit oft verbotenen Corona-Demos waren von den Veranstaltern als gemeinsames öffentliches «Kaffeetrinken» deklariert worden.

Die Behörden der niederländischen Hauptstadt erklärten die betroffenen Gegenden am Sonntag zu Sicherheitszonen. Dadurch erhielt die Polizei die Befugnis, Personen präventiv zu durchsuchen. Laut ANP befürchtete sie, dass einige Teilnehmer Feuerwerkskörper oder Waffen bei sich haben. Bürgermeisterin Femke Halsema appellierte an die Demonstranten, sich an die Corona-Regeln zu halten; anderenfalls werde die Polizei eingreifen.

Nach fast vier Wochen hob die Regierung in Den Haag am Freitag einen strengen Corona-Lockdown teilweise auf. Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen dürfen wieder öffnen. Jedoch müssen Gaststätten, Museen, Theater und Kinos weiter geschlossen bleiben.

(dpa)

Scholz: Wichtige Wegmarke beim Impfen erreicht

13:24
16.01.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz sieht einen wichtigen Meilenstein beim Impfen geschafft. Drei von vier Bundesbürgern seien inzwischen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. «Eine wichtige Wegmarke», erklärte der SPD-Politiker am Sonntag auf Twitter. Er ergänzte: «Als nächstes sollten wir die 80%-Marke anstreben.»

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag haben inzwischen 72,6 Prozent der Bevölkerung den vollständigen Grundschutz. Fast jeder zweite (46,6 Prozent) hat bereits eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhalten, die für den Schutz vor der Omikron-Variante wichtig ist.

Die erste Impfdosis haben 75 Prozent bekommen. Hier strebt die Bundesregierung nach bisherigen Angaben eine Quote von 80 Prozent bis Ende Januar an. Allerdings wären dafür innerhalb von zwei Wochen noch etwa vier Millionen Erstimpfungen nötig. Zuletzt hatte es meist weniger als 60 000 Erstimpfungen am Tag gegeben. Bei diesem Tempo würde die Regierung ihr Ziel deutlich verfehlen.

Die vom RKI veröffentlichten Impfzahlen sind als Mindestquoten zu verstehen - nicht alle Impfungen könnten durch das Meldesystem erfasst werden, erklärte das Institut. Die Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

(dpa)

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