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20220104055659

Städtebund fordert solide Corona-Datenbasis vor Bund-Länder-Runde

05:56
04.01.2022
Vor der Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie hat der Städte- und Gemeindebund vor Entscheidungen auf Basis unvollständiger Zahlen gewarnt. «Wir brauchen so schnell wie möglich eine solide Datengrundlage zum Infektionsgeschehen. Sonst kann die Politik nicht entscheiden», sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der «Bild»-Zeitung (Dienstag).

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Corona-Inzidenz in Deutschland derzeit zwei- bis dreimal so hoch ist wie ausgewiesen. Hintergrund sei, dass über die Feiertage weniger getestet und weniger Testergebnisse weitergemeldet worden. Lauterbachs Sprecher bekräftigte jedoch am Montag, dass es bis Ende der Woche «sehr valide Zahlen» geben werde. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten wollen an diesem Freitag erneut über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, hält den Zeitpunkt der Beratungen wegen der aktuellen Corona-Datenlage für problematisch. «Ich erwarte aber, dass die MPK einen Stufenplan für die zu erwartende Steigerung der Infektionszahlen hat, dies vor allem auch zum Schutz der kritischen Infrastruktur. Das heißt, welche Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt eingesetzt werden sollen», sagte der DKG-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Es dürfe keinesfalls zu einer ähnlichen Lage wie im Frühjahr 2020 kommen.

(dpa)

GEW-Chefin fordert Verkürzung der Quarantäne für Lehrkräfte

05:56
04.01.2022
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) plädiert für eine Verkürzung der Corona-Quarantäne für Lehrkräfte. «Vor den Ferien befanden sich an einigen Schulen eine hohe Anzahl der Beschäftigten in Quarantäne, weswegen teilweise Distanzunterricht stattfinden musste», sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Daher würde sie es begrüßen, wenn geimpfte und genesene Beschäftigte ohne Symptome die Quarantäne durch einen PCR-Test verkürzen könnten.

Unter dem Druck steigender Omikron-Zahlen wollen Bund und Länder am Freitag unter anderem über eine Verkürzung von Quarantänefristen beraten. An diesem Dienstag soll der Expertenrat der Bundesregierung die Lage erörtern. In seiner ersten Stellungnahme hatte er vor Weihnachten vor einer «explosionsartigen Verbreitung» von Omikron und «hohen Risiken für die kritische Infrastruktur» gewarnt, wenn sehr viele Beschäftigte, die für die Grundversorgung nötig sind, gleichzeitig in Quarantäne seien.

Die Kultusminister der Länder wollen am Mittwoch über das weitere Vorgehen sprechen. Die GEW-Chefin bekräftigte die Forderung, die Schulen grundsätzlich offen zu halten. «Der Präsenzunterricht sollte flächendeckend fortgesetzt werden», sagte Finnern. «Es kann nicht sein, dass Kinder und Jugendliche wieder wochenlang von zu Hause aus unterrichtet werden.» In Einzelfällen und je nach Infektionslage auch regional lasse sich aber auch Distanzunterricht nicht ausschließen.

Finnern forderte regelmäßige PCR-Tests an Schulen, damit Präsenzunterricht sicher möglich bleibe. «Alle sollten zu Beginn am besten täglich getestet werden, auch genesene und geimpfte Schüler», sagte sie. Außerdem sei es wichtig, dass die Maskenpflicht im Klassenraum bestehen bleibe.

(dpa)

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