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RKI veröffentlicht neue Empfehlung zu Quarantänezeiten

17:22
14.01.2022
Nach den von Bund und Ländern beschlossenen Änderungen bei Corona-Quarantäneregeln hat das Robert Koch-Institut (RKI) neue Empfehlungen veröffentlicht. Sie gelten ab diesem Samstag, wie das RKI am Freitag mitteilte. Generell sollen sich die Quarantänezeiten für Kontaktpersonen von Infizierten und die Isolierung, wenn man selbst erkrankt ist, an einer «Sieben-Tage-Regel» orientieren: Sie enden nach sieben Tagen, wenn man sich dann mit einem negativen PCR- oder Schnelltest «freitestet». Für das Ende einer Isolierung muss man zuvor auch noch 48 Stunden ohne Symptome sein. Ohne abschließenden Test sollen Quarantäne und Isolierung jeweils zehn Tage dauern.

Bund und Länder hatten die Neuregelungen in der vergangenen Woche auch mit Blick auf die Verbreitung der neuen Virusvariante Omikron vereinbart. Generell sollen Absonderungszeiten verkürzt werden und unabhängig von der Virusform gelten. Bisher konnten Absonderungen je nach Variante, Impf- und Genesenenstatus für bis zu 14 Tage gelten. Wenn es sich etwa um Omikron handelt, gab es auch für Geimpfte keine Ausnahmen. Umgesetzt werden die Regeln letztlich von den Ländern.

Für Beschäftigte in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen soll die Isolierung ebenfalls sieben Tage dauern - aber zum Abschluss verpflichtend mit einem genaueren PCR-Labortest. Zudem muss man zuvor 48 Stunden ohne Symptome sein. Für Kinder in Schulen und Kitas soll die Quarantäne als Kontaktperson fünf Tage dauern, mit PCR- oder Schnelltest frühestens dann.

Der Bundesrat hatte zuvor den Weg für eine Verordnung frei gemacht, die grundsätzliche Ausnahmen von einer Quarantäne regelt. Künftig sind unter anderem «Geboosterte» mit Auffrischungsimpfung von einer Quarantäne als Kontaktperson von Infizierten ausgenommen.

(dpa)

Corona-Inzidenz im Südwesten wieder über 500

17:03
14.01.2022
Nach mehr als einem Monat ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg wieder über die 500er-Marke gestiegen. Am Freitag teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit, dass sich in den vergangenen sieben Tagen landesweit 519,4 Menschen je 100 000 nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hätten (Stand 16.00 Uhr). Zuletzt hatte der Wert am 8. Dezember über 500 gelegen.

Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz blieb nach Angaben der Behörde bei 3,1. Sie steht für die Zahl der Corona-Infizierten pro 100 000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Kliniken aufgenommen werden. Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen im Südwesten sank binnen eines Tages um 6 auf 372. Vor einer Woche waren das noch 441 Menschen gewesen.

Seit Beginn der Pandemie verzeichnete das Landesgesundheitsamt 1 113 269 bestätigte Infektionsfälle. Das waren 9824 mehr als am Donnerstag. 13 415 Erkrankte starben laut Mitteilung an oder im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Das waren 30 mehr als am Vortag. 967 853 Infizierte gelten nach Schätzungen als genesen, plus 5622.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Omikron-Variante seit der ersten Januarwoche für den Großteil der neuen Infektionsfälle im Südwesten verantwortlich. In der Woche bis zum 9. Januar lag der Anteil der mittels variantenspezifischem PCR-Test untersuchten Proben bei 62 Prozent, wie aus den Daten des Landesgesundheitsamts hervorgeht. Da sich die Variante schnell ausbreitet, dürfte der aktuelle Anteil bereits deutlich höher sein.

8 043 263 Menschen im Südwesten oder 81,7 Prozent derjenigen, denen eine Impfung empfohlen wird, sind den Angaben zufolge inzwischen mindestens einmal geimpft. Eine Auffrischimpfung (Booster) hätten 5 151 351 erhalten, was einem Anteil von 52,3 Prozent entspreche.

(dpa/lsw)

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