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Drosten: Durch Impfung Omikron ausbremsen wie Auto auf Sandweg

14:41
14.01.2022
Virologe Christian Drosten hat mit einer Metapher bekräftigt, dass die Corona-Impfung gegen die sich rasch verbreitende Omikron-Variante der beste Schutz sei. Die Wirkung der Impfung auch gegen Omikron veranschaulichte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Freitag in Berlin mit dem Bild von Autos auf einem unwegsamen Sandweg. Dieser Sandweg könne als Immunität in der Bevölkerung verstanden werden, Omikron als Autos, die trotz gleichstarkem Motor, aber wegen besonders breiter Reifen zunächst besser über den Matsch fahren könnten als andere.

Dennoch bremse der Sandweg jedes Auto ab - die Impfung also jedes Virus, so Drosten. «Was wir mit der Impfung machen, wir machen immer mehr Matsch auf diesen Sandweg drauf, bis das Auto irgendwann stecken bleibt.» Dann sei man im endemischen Zustand, der Drosten zufolge bis zum Jahresende weitgehend erreicht sei.

(dpa)

Impfgegner scheitern mit Eilantrag gegen Demonstrationsverbot

14:40
14.01.2022
Die Organisatoren der Impfgegner-Demonstrationen in Hamburg sind mit ihrem Eilantrag gegen das Verbot einer Versammlung an diesem Samstag gescheitert. Das Hamburgische Verwaltungsgericht habe den Antrag abgewiesen, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Das Gericht teilte demnach die Einschätzung der Polizei, die die Demonstration aus Infektionsschutzgründen verboten hatte.

Es bestünden «hinreichende konkrete und belastbare Anhaltspunkte, dass - wie bei vorangegangenen, von der Antragstellerin angemeldeten Versammlungen - auch bei Durchführung dieser Versammlung eine Vielzahl von Teilnehmenden die Maskenpflicht sowie Mindestabstände nicht einhalten würden», hieß es vom Gericht. Der Anmelderin der Demonstration bleibt nun noch der Weg vor das Oberverwaltungsgericht.

(dpa)

Lauterbach verteidigt Verfahren bei Impfpflicht

14:40
14.01.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sein Abrücken von einem eigenen konkreten Vorschlag für eine allgemeine Corona-Impfpflicht verteidigt. «Der Bundesgesundheitsminister drückt sich vor nichts», sagte Lauterbach am Freitag in Berlin. Es sei richtig, dass er sich als Minister nicht offiziell zu der Frage äußere, ob es eine Impfpflicht brauche oder nicht. Denn sein Ministerium müsse allen Abgeordneten zuarbeiten und deren Anträge zum Thema vorbereiten, auch diejenigen die eine Impfpflicht ablehnten.

«Dann können wir uns auch das ganze Manöver von Gruppenanträgen sparen, wenn die Abgeordneten von der Regierung dann doch bevormundet werden, wie es gehen soll», fügte er hinzu. Als Bundestagsabgeordneter sei er aber «ohne wenn und aber» für eine Impfpflicht.

Lauterbach hatte kürzlich angekündigt, einen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht zu erarbeiten, dies dann allerdings wieder zurückgezogen. Geplant ist, dass der Bundestag ohne Fraktionszwang über eine mögliche Impfpflicht abstimmt. Erwartet wird, dass sich Parlamentarier über Parteigrenzen hinweg zusammentun und entsprechende sogenannte Gruppenanträge vorlegen, über die dann abgestimmt wird.

(dpa)

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