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Antiquaria-Messe wird erneut wegen Corona abgesagt

14:05
14.01.2022
Es sollte die erste Antiquaria nach zwei Jahren Corona-Zwangspause werden - doch nun ist die traditionelle Ludwigsburger Messe für wertvolle Bücher, alte Handschriften und jahrhundertealte Grafiken ein weiteres Mal abgesagt worden. Es seien zum einen nach wie vor keine Messen erlaubt. «Und selbst wenn sich die Situation in den nächsten Wochen etwas entspannen sollte, ist mit strengen Hygiene- und Zugangsvorschriften und kurzfristigen Unwägbarkeiten zu rechnen», sagte Veranstalterin Petra Bewer.

Herzstück der Antiquaria seien aber die Kommunikation und der Austausch. Die Messe hätte eigentlich vom 17. bis 19. Februar in der Barockstadt stattfinden sollen. Es wäre die 36. Messe dieser Art und nach Angaben von Bewer die erste in Deutschland seit zwei Jahren gewesen.

Auf der Antiquaria bieten seit mehr als drei Jahrzehnten Dutzende Aussteller und Ausstellerinnen in Messejahren seltene, kuriose und einzigartige antiquarische Bücher, Autographen und Grafiken aus allen Sammelbereichen an. Darunter sind alte Drucke ebenso wie Inkunabeln, Bücher zur Fotografie, Literatur oder auch alter und moderner Kunst sowie Kinderbücher. Landkarten, Städteansichten, Künstlergrafiken und Autographen gehören bei der Antiquaria ebenfalls stets zum Angebot.

Nach der Absage sollen sie nun über einen digitalen Katalog zu kaufen sein. Darin wird als teuerster Titel der sechsbändige Atlas von Willem Jansz und Joan Blaeu «Theatrum orbis terrarum. 1648 - 1655» mit mehr als 400 teils Kupfertafeln aufgeführt. Der Preis: 112 000 Euro.

Der diesjährige Antiquaria-Preis für Buchkultur soll trotz der Absage für die Messe vergeben werden. Ausgezeichnet wird der Kommunikationswissenschaftler Patrick Rössler. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten widmet er sich seit über 30 Jahren den gedruckten Medien des 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte seiner Studien sind etwa die Geschichte des Taschenbuchs und der illustrierten Presse sowie das Bauhaus. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung erhält der 58-Jährige am 17. Februar.

(dpa/lsw)

Österreich wird wieder Corona-Hochrisikogebiet

14:04
14.01.2022
Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an erneut als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindebiet von Vomp sowie Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Damit werden dann alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste stehen. Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande sind schon seit längerem als Hochrisikogebiete ausgewiesen. Neben Österreich kommen mehr als 30 andere Länder auf die Liste, viele davon in Afrika und in der Karibik.

Die Zahl der Hochrisikogebiete erhöht sich zum zweiten Mal innerhalb eine Woche auf einen Schlag weltweit um mehr als 30 Länder. Insgesamt werden damit fast 140 der rund 200 Länder auf der Welt auf der Risikoliste stehen. Kein Land wird von der Liste gestrichen.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Bei dem schon bisher als Hochrisikogebiet geltenden Frankreich kommt das Übersee-Departement Saint-Pierre und Miquelon zur Liste der Hochrisikogebiete hinzu - wie auch das niederländischen Überseegebiet Sint Maarten. Ebenfalls als Hochrisikogebiete gelten künftig Bulgarien, Lettland, Nordmazedonien, Albanien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Dschibuti, Burkina Faso, Gambia, Liberia, der Senegal und Niger, Äquatorialguinea, São Tomé und Príncipe, Guinea-Bissau, die Zentralafrikanische Republik, Eritrea, Madagaskar, Somalia, Kolumbien, Peru, Guyana, Suriname, St. Kitts und Nevis, St. Vincent und die Grenadinen, Benin, Costa Rica, Dominikanische Republik, St. Lucia, Antigua und Barbuda, die Philippinen und der Tschad.

(dpa)

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