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Nach Erkrankung: Tennisspielerin Kerber mit "Respekt" vor Long Covid

07:12
14.01.2022
Angelique Kerber hat aufgrund ihrer Coronavirus-Infektion zwischenzeitlich um ihre Teilnahme an den Australian Open gebangt und sich Sorgen über mögliche Langzeitfolgen gemacht.

«Ich war froh, dass ich die Impfung hatte. Aber natürlich weiß man nicht, wie es weitergeht und ob man Long Covid bekommt. Davor hatte ich ein bisschen Panik, nicht Panik, aber Respekt», sagte Deutschlands beste Tennisspielerin am Freitag in Melbourne.

Die 33 Jahre alte Kielerin war im Dezember positiv getestet worden und setzte ihre Vorbereitung auf die neue Saison erst nach Weihnachten fort. «Mir geht es wieder gut», sagte die frühere Nummer eins der Welt drei Tage vor dem Auftakt der Australian Open, berichtete aber: «Der Verlauf bei mir war ok. Ich habe in den ersten Tagen Fieber gehabt und alles, was dazu gehört, auch kein Geschmack und so weiter.» Wo sie sich angesteckt habe, wisse sie nicht.

Inzwischen habe sie sich in Frankfurt gründlich untersuchen lassen und es sei zum Glück alles in Ordnung, erzählte sie: «Ich wusste am Anfang nicht, ob ich überhaupt Melbourne schaffe.»

Ihren eigentlich geplanten Start beim Vorbereitungsturnier in Sydney hatte die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin abgesagt. Ohne Matchpraxis wird sie bei den am Montag beginnenden Australian Open starten und hat in der Estin Kaia Kanepi eine unangenehme Aufgabe für die erste Runde erwischt.

«Die Erwartungen sind schon relativ niedrig», sagte Kerber, die 2016 in Melbourne triumphiert hatte: «Mein Ziel ist immer die zweite Woche, aber dieses Jahr schaue ich wie noch nie von Runde zu Runde.»

(dpa)

Virologe hält nichts mehr von der Corona-Kontaktnachverfolgung

05:12
14.01.2022
Die Kontakt-Nachverfolgung nach Corona-Infektionen ist aus Sicht eines Virologen nicht mehr angemessen. «Von der Inzidenz her ist es von den Gesundheitsämtern nicht mehr zu stemmen», sagte der Wissenschaftler Klaus Stöhr in dem Podcast «Die Wochentester» des «Kölner Stadt-Anzeigers» und des «Redaktionsnetzwerks Deutschland».

«Wenn ein Großteil der Bevölkerung mild und asymptomatisch infiziert ist und Antikörper hat, wird eine sogenannte Kontaktnachverfolgungs-Quarantäne sinnlos», so der frühere Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation.

Der beste Weg aus der Pandemie wäre nach Stöhrs Worten hingegen, wenn sich Geimpfte infizierten. «Im Paket wird es dann einen langanhaltenden Immunschutz geben», sagte der Wissenschaftler. «Die Kombination aus Impfschutz und Infektion ist eigentlich der Weg.»

(dpa)

Bildungsministerin: Stiko-Empfehlung ist Beitrag für offene Schulen

04:23
14.01.2022
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat die Stiko-Empfehlung zur Booster-Impfung für 12- bis 17-Jährige mit Blick auf den Schulbetrieb im Land begrüßt.

Es sei gut, dass die Ständige Impfkommission in dieser Frage Klarheit geschaffen habe, sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. «Das Boostern von 12- bis 17-Jährigen erhöht den Schutz vor Omikron. Es ist damit auch ein Beitrag zur Offenhaltung der Schulen. Dort brauchen wir jetzt mehr niedrigschwellige Impfangebote.»

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte sich für eine Corona-Auffrischimpfung auch bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ausgesprochen.

Die derzeitige Lage mit den stark ansteigenden Fallzahlen durch die Omikron-Variante mache eine entsprechende Ausweitung der Impfkampagne notwendig, hieß es zur Begründung. Booster-Impfungen für diese Altersgruppe waren zwar auch vorher schon möglich, wie etwa Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im Dezember deutlich gemacht hatte. Viele Ärzte richten sich aber nach den Empfehlungen der Stiko.

(dpa)

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