Letztes Update:
20220114052421

Corona-Neuinfektionen überschreiten erstmals Schwelle von 90.000

04:07
14.01.2022
Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 90 000 Fällen überschritten.

Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Freitagmorgen 92 223 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben.

Am Mittwoch war die Zahl erstmals größer als 80 000 gewesen. Vor genau einer Woche waren es 56 335 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 427,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 286 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 835 451 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 3,09 an (Mittwoch 3,13; Dienstag mit 3,34). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitagmorgen mit 6 914 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115 337.

(dpa)

Biathlet Doll zur Corona-Angst: "Es ist schon belastend"

03:56
14.01.2022
Seinen zweiten Platz im Weltcup-Sprint von Ruhpolding konnte Biathlet Benedikt Doll nicht feiern. Denn drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele ist das Thema Corona allgegenwärtig. Nur nicht anstecken unmittelbar vor dem Saisonhöhepunkt in Peking.

«Man passt sehr auf, es ist schon belastend. Man muss sich so viele Gedanken machen, mit wem man Kontakt haben kann und so weiter», sagte Doll nach seinem elften Podiumsplatz im Weltcup.

Seine Eltern sind zwar vor Ort im bayerischen Biathlon-Mekka, aber auch sie können coronabedingt wie die anderen Fans nicht in die Chiemgau Arena. «Ich werde meine Eltern auch meiden. Wir haben telefoniert und uns mal 15 Minuten zum Spaziergang getroffen. Ich wollte mit ihnen essen gehen, aber das habe ich abgesagt, weil es ein zu großes Risiko ist», sagte der Schwarzwälder.

Nachdem sich bei den Frauen Medaillenhoffnung Franziska Preuß infiziert hatte, war am Mittwoch der positive Fall von Johannes Kühn bekanntgeworden. «Wenn man jetzt in Quarantäne muss, ist es mit Olympia vorbei», sagte der Sprint-Sechste Erik Lesser.

Während Doll beim kommenden Weltcup in Antholz im Einzel und im Massenstart laufen wird, lässt Lesser die Olympia-Generalprobe aus. Nach der Olympia-Einkleidung am kommenden Montag in München fährt der 33-Jährige nach Hause nach Oberhof zu seiner Lebensgefährtin Nadine und Tochter Anouk.

«Zu Hause fühle ich mich relativ sicher. Wir sind alle zu Hause 2-G-plus und wir haben familiär eigentlich keine Kontakte», erklärte der Routinier. Das einzige Einfallstor sei der Kindergarten, auch das Einkaufen direkt im Laden versuche seine Familie wegzulassen und es lieber über Bestellungen zu machen. «Das habe ich schon die ganze Saison so praktiziert und fühle ich mich da schon sicher», sagte der Thüringer.

(dpa)

✖
Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden