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Inzidenz im Südwesten schießt in die Höhe: Verdopplung in einer Woche

18:18
13.01.2022
Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist zuletzt extrem gestiegen und liegt nun bei 478,6. Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen binnen einer Woche auf 100 000 Einwohner erhöhte sich im Vergleich zum Vortag um 131,1, teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) mit. Die Behörde erläuterte allerdings, der sprunghafte Anstieg sei auch dadurch zu erklären, dass wegen einer technischen Störung am Mittwoch die Meldedaten teilweise nicht in der Datenbank ankamen. Der Zuwachs komme auch durch die nachgemeldeten Daten zustande. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 256,3.

Der Anstieg bei Ansteckungen spiegelt sich jedoch nicht auf den Intensivstationen der Krankenhäuser wider. Die Zahl der Menschen, die dort wegen des Coronavirus behandelt werden, sank weiter auf 378, das sind 9 Patienten weniger als am Vortag. Vor einem Monat hatten noch 653 Menschen auf den Intensivstationen gelegen, weil sie sich mit dem Virus infiziert hatten.

Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg seit Beginn der Pandemie laut Statistik im Vergleich zum Vortag um 19 024 auf nun 1 103 445. Es wurden 64 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die Gesamtzahl beträgt nun 13 385.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg um 0,9 auf 3,1. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Bisher wurden 24 026 Fälle der hoch ansteckenden Omikron-Variante (B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Amt übermittelt - das waren 6079 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

(dpa/lsw)

SPD will Kampagne für höhere Impfquote - Ministerium: Gibt es längst

17:41
13.01.2022
Um die Impfquote zu erhöhen, pocht die SPD-Landtagsfraktion auf eine großangelegte Informations- und Werbekampagne fürs Impfen. Auf ihrer Klausurtagung diese Woche erarbeitete die Fraktion einen Vorschlag für eine Kampagne unter dem Hashtag «#Infobooster». In Broschüren, auf Plakaten, in sozialen Medien und solchen, die nicht in deutscher Sprache ausgespielt werden, sollen Informationen vermittelt werden. Die grün-schwarze Landesregierung müsse eine solche Kampagne umsetzen.

Ein Sprecher des Sozialministeriums erklärte, eine solche Kampagne gebe es mit «#DranbleibenBW» längst. Informationen seien auf Arabisch, Türkisch sowie in zahlreichen weiteren Sprachen verfügbar. Über die Sozialen Medien würden diese ausgespielt. «Auch die SPD ist aufgerufen, die Kampagne konstruktiv zu unterstützen und die Informationen in ihren Kanälen zu teilen», sagte der Sprecher.

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch meinte dagegen, man habe den Fehlinformationen und Verschwörungsmythen zu lange die Bühne überlassen. Über Tageszeitungen und öffentliche Medien seien viele Menschen im Südwesten nicht erreichbar. 30 Prozent der Bevölkerung seien nicht geimpft. Die Fraktion schlägt vor, Flyer an alle Haushalte zu senden und an den Haustüren mit den Menschen in Kontakt zu treten.

Wenn eine allgemeine Impfpflicht komme, müsse auch sie von einer Infokampagne begleitet werden, sagte der Fraktionsvorsitzende. Denn die Fragen der Bevölkerung würden sich nicht einfach auflösen. «Es gibt viele Leute, die sind schlicht unsicher», sagte Stoch. «Um die Pandemie zu überwinden, brauchen wir Impfungen. Um die Gesellschaft wieder zu einen, brauchen wir Information und Austausch».

(dpa/lsw)

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