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Berichte: Corona-Ausbruch auf Forschungsstation in der Antarktis

13:17
03.01.2022
Auf einer Forschungsstation in der Antarktis hat es Berichten zufolge trotz strenger Vorsichtsmaßnahmen einen Corona-Ausbruch gegeben, von dem zwei Drittel des Teams betroffen sind. Seit dem 14. Dezember wurden demnach 16 der 25 Mitarbeiter der Forschungsstation «Princess Elisabeth Antarctica» positiv getestet, wie die BBC unter Berufung auf die Trägerorganisation International Polar Foundation berichtete. Zuvor hatte das belgische Magazin «Soir mag» berichtet, drei zunächst positiv getestete Personen seien ausgeflogen worden, trotzdem habe sich das Virus weiter verbreitet. Die Krankheitsverläufe seien bislang alle mild.

Die Situation sei «nicht dramatisch», zitierte die BBC den Projektmanager Joseph Cheek von der in Brüssel ansässigen Forschungsstiftung. «Obwohl die Isolation unangenehm war für einige Mitglieder des Teams, die das Virus eingefangen haben, hat es unsere Arbeit an der Station im Allgemeinen nicht erheblich gestört», sagte Cheek. Allen Mitarbeitern sei angeboten worden, am 12. Januar ausgeflogen zu werden, das habe aber niemand angenommen. Die Ankunft neuer Mitarbeiter wurde unterdessen ausgesetzt.

Wie das Virus auf die Forschungsstation gelangte, war zunächst unklar. Alle Mitarbeiter seien mindestens zwei Mal geimpft und hätten sich vor ihrem Aufenthalt einer zehntägigen Quarantäne sowie mehreren PCR-Tests unterzogen, berichtete «Soir mag». Vermutet wird demnach, dass es sich um die Omikron-Variante handelt, da die Mitarbeiter vor ihrem Einsatz einen Zwischenstopp in Südafrika gemacht hatten. 

(dpa)

Corona trifft Luftverkehr in Deutschland besonders hart

13:16
03.01.2022
Unter dem Strich gab es 2021 im europäischen Luftverkehr kaum mehr Flüge als im Krisenjahr 2020. Auf dem deutschen Markt wurden Airlines und Flughäfen hart getroffen.

Im europäischen Vergleich hat die Corona-Krise den deutschen Luftverkehr im vergangenen Jahr besonders hart getroffen. Die Zahl der Flüge erreichte hierzulande mit 1,04 Millionen Starts und Landungen nur rund 50 Prozent des Vorkrisenjahres 2019, wie aus einer detaillierten Auswertung der Luftsicherheitsorganisation Eurocontrol vom Montag hervorgeht. Einen stärkeren Einbruch erlebten nur die Briten mit einem Rückgang um 63 Prozent auf 823 000 Flugbewegungen. In der Folge gehörten sowohl die deutschen Flughäfen als auch die Lufthansa Group zu den Verlierern des Jahres.

Insgesamt zählte Eurocontrol auf dem Kontinent 6,2 Millionen Starts und Landungen, was einen Rückgang um 4,9 Millionen gegenüber 2019 bedeutet und nur knapp über dem Niveau von 2020 lag. Zwischen 1,4 und 1,5 Millionen weniger Passagiere bedeuteten laut Eurocontrol-Schätzung etwa 18,5 Milliarden Euro Verluste für die Airlines nach 22,2 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Weniger Flugverkehr brachte aber auch erneut deutlich geringere Umweltbelastungen mit sich. Bis einschließlich November 2021 wurde vom Flugverkehr nur rund die Hälfte des 2019 verursachten Kohlendioxids freigesetzt, berichtete Eurocontrol. Die CO2-Menge reduzierte sich demnach um 106 Millionen Tonnen.

Der Billigflieger Ryanair blieb trotz eines Rückgangs um 1000 tägliche Flüge der größte Anbieter in Europa. Die Iren boten im Schnitt 1321 Flüge pro Tag und damit 43 Prozent weniger an als 2019. Turkish Airlines kürzte das Programm nur um 30 Prozent und wurde so mit 938 täglichen Flügen zur europäischen Nummer 2. Die Lufthansa (-59 Prozent) gehörte mit Easyjet (-64 Prozent) und SAS (-61 Prozent) zu den großen Airlines mit besonders vielen Flugstreichungen. Noch heftiger traf es British Airways, Aeroflot und Norwegian.

Der innerdeutsche Flugverkehr ist zudem mit einem Rückgang um 52 Prozent gegenüber 2019 stärker geschrumpft als die Binnenverkehre in anderen europäischen Ländern wie Spanien (-27 Prozent), Frankreich (-24 Prozent) oder der Türkei (-23 Prozent). Frankfurt hat seinen Rang als verkehrsreichster Flughafen im Jahr 2019 verloren, weil sich die Zahl der durchschnittlichen Flugbewegungen nahezu halbierte auf 718 pro Tag. Zum Jahresende 2021 lagen nun Amsterdam, Paris und Istanbul vor dem größten deutschen Flughafen. Fast zwei Drittel ihres Verkehrs büßten München und Düsseldorf ein.

(dpa)

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