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20220112122937

Rund 714 000 Corona-Impfungen am Dienstag

12:29
12.01.2022
In Deutschland sind am Dienstag rund 714 000 Impfdosen gegen Corona verabreicht worden. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin vom Mittwoch (Stand: 9.31 Uhr) hervor.

Damit sind nun mindestens 60 Millionen Menschen hierzulande zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das entspricht etwa 72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhielten inzwischen mindestens rund 36,8 Millionen Menschen (44,2 Prozent). Dieser «Booster» gilt als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Nicht geimpft sind noch 21 Millionen (25,2 Prozent der Bevölkerung) - darunter auch etwa vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die bislang kein Impfstoff zugelassen ist. Dem RKI zufolge bekamen etwa 62,2 Millionen Menschen (74,8 Prozent der Bevölkerung) bislang mindestens eine Spritze. Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, «da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann». Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

(dpa)

Johnson entschuldigt sich nach Corona-Gartenparty

12:28
12.01.2022
Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich nach einer Gartenparty in seinem Amtssitz während des ersten Corona-Lockdowns entschuldigt. Er verstehe die Wut in der Bevölkerung über die Feier, sagte Johnson am Mittwoch im Parlament in London. Der Premier räumte ein, dass er an der Zusammenkunft am 20. Mai 2020 teilgenommen hat. Er sei in den Garten seines Amtssitzes gekommen, um sich bei Mitarbeitern zu bedanken und habe geglaubt, es habe sich um ein Arbeitstreffen gehandelt. Nach etwa 25 Minuten sei er zurück in sein Büro gegangen. Im Rückblick hätte er anders handeln müssen, räumte Johnson ein.

Labour-Chef Keir Starmer warf Johnson vor, mit dieser Erklärung die Bevölkerung zu beleidigen. Er forderte den Premier zum Rücktritt auf.

(dpa)

«VIP-Spur» der britischen Regierung für Corona-Verträge war illegal

12:28
12.01.2022
Die britische Regierung hat bei der Vergabe von Aufträgen im Wert von Hunderten Millionen Pfund für Corona-Schutzkleidung zwei Unternehmen zu Unrecht bevorzugt. Der Londoner High Court urteilte am Mittwoch, dass eine «VIP-Spur» des Gesundheitsministeriums zu Beginn der Pandemie im Frühling 2020 illegal war. Dabei hatte das Ministerium Empfehlungen von Abgeordneten, Kabinettsmitgliedern und ranghohen Beamten Priorität eingeräumt. Die Entscheidung gilt als weitere Schlappe gegen Premierminister Boris Johnson, der wegen mutmaßlicher Partys in seinem Amtssitz während des Corona-Lockdowns stark in der Kritik steht.

Zwei Anti-Korruptions-Organisationen hatten geklagt, die Lieferanten seien bevorzugt worden, «weil sie jemanden kannten und nicht wegen dem, was sie liefern konnten». Das Ministerium hatte das Vorgehen verteidigt: Zu der Zeit sei es auf jede Sekunde angekommen, die «VIP-Spur» habe zu zahlreichen verlässlichen Angeboten geführt.

Die Richterin nannte die Priorisierung nun «ungesetzlich». Zugleich räumte sie ein, dass die Angebote der beiden Unternehmen «grundsätzlich eine vorrangige Behandlung» rechtfertigt hätten und «sehr wahrscheinlich» ohnehin erfolgreich gewesen wären.

Die Regierung steht seit Beginn der Pandemie unter Verdacht, mehrere hoch dotierte Lieferverträge unter anderem für Schutzkleidung an Freunde, Verwandte und großzügige Spender der Konservativen Partei vergeben zu haben.

(dpa)

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