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Olympia-Arzt Wolfarth: Teststrategie könnte Wettbewerb verzerren

14:35
11.01.2022
Der leitende Arzt der deutschen Olympia-Mannschaft, Bernd Wolfarth, hält Manipulationen bei den Corona-Tests rund um die bevorstehenden Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) für «eher unwahrscheinlich». Angesichts der strikten Einreisebedingungen in China hält er es aber «für gegeben, dass eine gewisse Wettbewerbsverzerrung entstehen kann.» Nämlich dann, «wenn Athleten und Athletinnen jetzt noch positiv getestet werden und aufgrund dieses Positiv-Tests nicht einreisen können.»

Der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier hatte am Wochenende Befürchtungen geäußert, dass in Peking Manipulationen durch Corona-Tests möglich sein könnten. Gleichzeitig forderte er eine Vereinheitlichung von Kriterien wie dem CT-Wert. Die Vorgaben für eine Einreise seien «eigentlich sehr klar und nichts, was für Olympia neu gesetzt wurde, sondern Teil der Zero-Covid-Politik der chinesischen Regierung», sagte Wolfarth bei einer digitalen Presserunde des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig am Dienstag. «Bei der Einreise werden negative PCR-Tests abverlangt und dafür wurde der CT-Wert von 40 in den Raum gestellt.»

Es handele sich um eine «andere Herangehensweise als in Europa, sie wurde aber klar kommuniziert.» Der CT-Wert gibt theoretisch an, wie ansteckend ein Coronainfizierter ist. Je niedriger der Wert ist, als desto ansteckender gilt eine Person. In Deutschland gilt man ab einem Wert von über 30 als nicht mehr infektiös.

Da Tests eben auch nach Wochen noch leicht positiv, die betroffenen Personen aber nicht mehr ansteckend sein können, sei es wichtig, dass ein Gremium aus chinesischen und internationalen Fachleuten gebildet worden ist, so Wolfarth. Dieses soll derartige Fälle prüfen und über eine Einreise der Person nach China entscheiden. Test-Manipulationen vor Ort hält Wolfarth für «eher unwahrscheinlich». Es werde mehrfach getestet und gebe «immer nochmal die Möglichkeit, entsprechende Kontrolluntersuchungen zu beantragen». Das sei auch schon bei den Sommerspielen in Tokio im vergangenen August so gewesen.

(dpa)

Einheitliche Grenze: Maximal 750 Zuschauer auch beim Fußball in NRW

14:35
11.01.2022
In Nordrhein-Westfalen gilt ab Donnerstag für alle überregionalen Veranstaltungen eine einheitliche Obergrenze von maximal 750 Zuschauern. Das werde dann auch für Fußballstadien wirksam, erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag bei der Vorstellung der aktualisierten Corona-Schutzverordnung in Düsseldorf. «Wir brauchen eine Regelung, die vor Gericht standhält», sagte er. Daher gebe es nun eine Vereinheitlichung für alle Großveranstaltungen.

(dpa)

FDP weist Drängen der Union auf raschen Impfpflicht-Beschluss zurück

14:34
11.01.2022
Die FDP im Bundestag hat das Drängen der Union auf eine sehr schnelle Entscheidung über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht zurückgewiesen. «Wir haben nicht unbegrenzt Zeit, beim Thema Impfpflicht zu entscheiden. Aber wir haben eine gewisse Zeit», sagte der Fraktionsvorsitzende Christian Dürr am Dienstag in Berlin. Ihm sei eine «fundierte Entscheidung» wichtiger. Dürr betonte: «Das Ganze ist aus unserer Sicht eine medizinethische Frage und keine parteipolitische.» Er selbst habe noch keine feste Position.

Er wolle sich nicht auf eine bestimmte Sitzungswoche für eine Abstimmung festlegen lassen, sagte Dürr. Aber: «Wenn man zu einer Entscheidung im ersten Quartal käme, dann sehe ich gar kein Problem, das so weit umzusetzen, dass es im Herbst Wirksamkeit hätte. Das halte ich für vollkommen machbar.» Der FDP-Fraktionschef betonte, dass eine Impfpflicht ohnehin kein Mittel gegen die laufende Omikron-Welle sei, weil sie dafür in jedem Fall zu spät käme.

Dürr wies darauf hin, dass durch mehr Booster-Impfungen die Wahrscheinlichkeit wachse, von der pandemischen in eine endemische Lage zu kommen. «Für mich wäre es natürlich super, wenn wir in eine Situation kommen könnten, in der eine Impfpflicht deshalb obsolet werden würde.» Genau deshalb sei es richtig, sich Zeit für die Debatte zu nehmen. Nichts wäre schlimmer, als jetzt ganz schnell eine Entscheidung zu treffen und im Mai festzustellen, dass diese falsch gewesen sei, weil mittlerweile die Grundlage eine ganz andere sei.

(dpa)

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