Letztes Update:
20220110194250

Wieder Protest im Südwesten gegen Corona-Maßnahmen

19:41
10.01.2022
Im Südwesten haben wieder zahlreiche Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Allein in Wangen im Allgäu hätten sich am Montag rund 1000 Menschen versammelt, die Veranstaltung sei nicht angemeldet gewesen, berichtete eine Polizeisprecherin am Abend in Ravensburg. Bei den - meist unangemeldeten Treffen - in der Region habe es zunächst keine besonderen Zwischenfälle gegeben.

Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik vielerorts auf die Straße. Nicht immer kündigen sie die Demonstrationen an. Treffen gab es auch in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) und in Heidelberg, wie die Polizei in Mannheim berichtete.

Eine angemeldete Veranstaltung zum Thema «Solidarität in der Pandemie» sei in Mannheim ohne besondere Vorkommnisse verlaufen, so ein Sprecher der Polizei.

Ein Polizei-Sprecher in Reutlingen berichtete von Versammlungen in rund 40 Orten der Region. In Balingen trafen sich demnach mehrere Hundert Menschen. Besondere Vorfälle habe es nicht gegeben, sagte der Sprecher. Die Stadt Freiburg im Breisgau hatte in der vergangenen Woche nach früheren Angaben eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen, nach der mit «sofortiger Wirkung» derartige Veranstaltungen untersagt werden, sofern sie nicht angemeldet wurden. Ähnliche Verbote sind auch aus anderen Städten des Landes bekannt.

(dpa)

Johnson bei Gartenparty während Corona-Lockdown

19:39
10.01.2022
Neue Berichte über eine Gartenparty in der Downing Street während des Corona-Lockdowns erhöhen den Druck auf den britischen Premierminister Boris Johnson. Der Regierungschef und seine Frau Carrie Johnson hätten am 20. Mai 2020 mit 30 bis 40 Mitarbeitern an einer Zusammenkunft im Garten seines Amtssitzes teilgenommen, berichteten die Sender ITV und Sky News am Montagabend. Damals durften sich laut Corona-Regeln in England nur zwei Personen aus verschiedenen Haushalten im Freien treffen.

ITV zitierte aus einer Email-Einladung von Johnsons Privatsekretär Martin Reynolds an rund 100 Beschäftigte. Die Mitarbeiter sollten «das Beste aus dem schönen Wetter machen» und selbst Alkohol zu «Drinks mit Abstand» mitbringen. Am selben Nachmittag hatte der damalige Kulturminister Oliver Dowden die Bevölkerung aufgerufen, sich an die geltenden Bestimmungen zu halten.

Gegen Johnson und seine Mitarbeiter gibt es seit Wochen Vorwürfe, sie hätten die Corona-Regeln gebrochen. Nachdem es zunächst um mutmaßliche Weihnachtsfeiern im Dezember 2020 ging, stehen nun zwei Veranstaltungen im Garten der Downing Street im Fokus. Zuerst war ein Foto aufgetaucht, das Johnson, seine Frau und mehrere Mitarbeiter am 15. Mai bei Käse und Wein zeigen soll. Dabei habe es sich um ein Geschäftstreffen gehandelt, verteidigte sich der Regierungssitz. Danach erwähnte Johnsons ehemaliger Berater Dominic Cummings, der im Streit gegangen war, das Treffen am 20. Mai. Dafür legte ITV nun einen Beweis vor.

Die Downing Street wollte die Berichte nicht kommentieren und verwies auf laufende interne Ermittlungen. Labour-Vize Angela Rayner kritisierte, Johnson zeige keinen Respekt für selbst erlassene Regeln.

(dpa)

✖
Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden