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20220110152531

Kunstmesse art Karlsruhe wegen Corona verschoben

15:24
10.01.2022
Nach dem coronabedingten Ausfall im vergangenen Jahr soll die Kunstmesse art Karlsruhe nun im Sommer stattfinden. Vom Februar werde sie in die Zeit vom 7. bis 10. Juli verschoben, teilte die Messe am Montag mit. Hintergrund sei, dass Baden-Württemberg die Corona-Verordnung verlängern wolle. So sei keine Planungssicherheit mehr für eine Messe dieser Größenordnung für alle Beteiligten wie Ausstellende, Dienstleister und den Veranstalter selbst gegeben.

«Der größte Teil der Vorbereitungen für die art Karlsruhe war getroffen und die Vorfreude bei den Galeristen auf den persönlichen Austausch mit Sammlern und Kunstfreunden war riesig», erläuterte Kurator Ewald Karl Schrade. «Wir merken aber auch, dass viele Menschen einem Messebesuch aktuell zurückhaltend gegenüberstehen. Unter diesen Voraussetzungen ist der befreite Kunstgenuss nur schwer möglich.» Vom neuen Messedatum erhoffe man sich nicht nur bessere Planbarkeit, sondern auch Möglichkeiten, «die persönliche Begegnung mit der Kunst neu zu denken» - als sommerliches Kulturerlebnis.

Die internationale Messe, die Kunst der letzten 120 Jahre zeigt, war im vergangenen Jahr von Februar auf Mai verschoben und dann abgesagt worden. 2020 - kurz nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland - war die art Karlsruhe als einzige Kunstmesse ohne Einschränkungen noch durchgeführt worden, bevor es weltweit Absagen hagelte.

(dpa)

Baerbock würdigt Einsatz Italiens gegen Corona-Pandemie

15:23
10.01.2022
Außenministerin Annalena Baerbock hat den Einsatz Italiens gegen die Corona-Pandemie gewürdigt. Beim Besuch eines Impfzentrums in Rom sagte die Grünen-Politikerin am Montag, die Einrichtung mache deutlich, wie wichtig es sei, auch vor Ort in die Quartiere zu gehen und niedrigschwellige Anlaufstellen zu haben. Terminvereinbarung, das Impfen, das Impf-Zertifikat und danach die Folgetermine funktionierten digital via Handy. Ihr sei es wichtig gewesen, «hierher zu kommen, um zu lernen, wie Italien eine so hohe Impfquote geschafft hat».

In Italien waren Stand Montagmorgen nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 89,4 Prozent der Menschen über zwölf Jahren mindestens einmal gegen Covid-19 immunisiert. In dem von Baerbock besuchten Impfzentrum behandelt seit Januar 2021 ein rotierendes Team aus einem halben Dutzend Ärzten und Pflegern sieben Tage in der Woche im Schnitt rund 250 Patienten am Tag.

Freiwillige sowie Menschen aus der Verwaltung und Gesundheitseinrichtungen sorgten weit über ihre normalen Arbeitszeiten hinaus dafür, «dass wir uns gegenseitig schützen, dass Menschen geschützt sind und sicherstellen, dass wir diese Pandemie gemeinsam in den Griff bekommen», lobte Baerbock. Dies seien die Orte, an denen Menschen direkt mit staatlichen Institutionen in Kontakt kommen. Deswegen seien Investitionen in Gesundheitseinrichtungen «auch eine Investition in das Vertrauen in staatliche Institutionen und damit in Investitionen in unser gemeinsames europäisches Haus».

In Italien gilt seit dem 8. Januar eine Impfpflicht für Menschen älter als 50 Jahre. Die Regierung will damit den Druck von den Kliniken nehmen. Menschen über 50 Jahre haben noch bis Anfang Februar Zeit, sich erstmalig impfen zu lassen oder ihre jeweiligen Folgeimpfungen zu machen. Ab dann droht ansonsten eine Geldstrafe.

(dpa)

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