Letztes Update:
20220110152346

EU-Behörde EMA prüft Zulassung von Covid-Medikament von Pfizer

15:22
10.01.2022
Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft die Marktzulassung eines Medikaments gegen Covid-19 des Herstellers Pfizer. Der US-Pharmakonzern habe den entsprechenden Zulassungsantrag gestellt, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Das Medikament Paxlovid soll bei Patienten ab zwölf Jahren eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern.

Patienten nehmen nach Angaben des Herstellers über fünf Tage zwei Mal täglich jeweils drei Tabletten ein. Der Wirkstoff Nirmatrelvir soll ein Sars-CoV-2-Protein hemmen und dadurch die Vermehrung des Virus stoppen. Zu möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen.

Die Experten der EMA würden nun Vorzüge und Risiken des Präparates bewerten und innerhalb «einiger Wochen» eine Empfehlung abgeben, teilte die Behörde mit. Die Experten prüfen bereits seit längerem Daten des Herstellers aus Studien.

Zuvor hatte die EMA den EU-Mitgliedstaaten grünes Licht für eine nationale Notfallzulassung gegeben. Das Bundesgesundheitsministerium bereitet eine solche Zulassung vor. Nach Angaben von Minister Karl Lauterbach (SPD) wurden eine Million Packungen Paxlovid geordert. «Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten», hatte er gesagt.

(dpa)

Ziemiak: Regierung muss bei Impfpflicht liefern

15:21
10.01.2022
Die CDU hat die Bundesregierung aufgefordert, zügig eine Gesetzesvorlage für eine allgemeine Impfpflicht zu erarbeiten. Im Grundsatz sei man sich einig, es gehe nun um die Umsetzung, sagte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nach Beratungen der Parteispitze am Montag in Berlin. «Da muss die Bundesregierung einfach jetzt liefern.» Ziemiak warf der Regierung Zögern vor. «Nichtstun ist keine Option. Das verunsichert die Menschen.»

In der CDU seien «die führenden Personen» für eine Impfpflicht, sagte der Generalsekretär. Die CDU sei jederzeit bereit, über diese wichtigen Fragen zu sprechen, auch in Sondersitzungen des Bundestags. «Der Sitzungskalender des Bundestags ist kein Hindernis», betonte Ziemiak.

Nach dem Willen der Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP soll es keinen Gesetzentwurf der Regierung geben. Vielmehr ist in der letzten Januar-Woche zunächst eine sogenannte Orientierungsdebatte geplant. Grundlage dafür sollen drei überfraktionelle Anträge mit verschiedenen Positionen zur Impfpflicht sein.

Für die spätere Abstimmung soll der Fraktionszwang aufgehoben werden - jede Abgeordnete und jeder Abgeordneter soll nur nach seinem Gewissen entscheiden. Das gleiche Verfahren wurde auch für die Entscheidung über wichtige andere ethische Fragen wie die Neuregelung der Sterbehilfe gewählt.

(dpa)

✖
Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden