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Biathletin Preuß fehlt nach Corona-Infektion auch in Ruhpolding

13:24
10.01.2022
Medaillen-Hoffnung Franziska Preuß muss in der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele in Peking den nächsten Rückschlag verkraften und fehlt auch beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding in dieser Woche. Die 27 Jahre alte Ex-Weltmeisterin hatte sich zusätzlich zu einer im Dezember erlittenen Fußverletzung mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Deutsche Skiverband am Montag mitteilte, wurde die Infektion vor 13 Tagen festgestellt. Die Bayerin habe sich zwar erholt, sei aber noch nicht wieder voll belastbar.

«Die ersten Tage war ich ehrlich gesagt schon sehr niedergeschlagen», wurde Preuß in einer DSV-Mitteilung zitiert: «Aber inzwischen bin ich wieder optimistischer und versuche das Beste aus der Situation zu machen.» Ihr Wunsch sei es, «dass ich vor Olympia noch Wettkämpfe machen kann. Aber das werden wir im Lauf der Woche entscheiden.». Die letzte Chance bietet sich bereits in der kommenden Woche. Dann findet im italienischen Antholz die Olympia-Generalprobe statt.

Anschließend bleiben die deutschen Skijäger zum Training in Südtirol, ehe es am 31. Januar nach Peking geht. Nach nur drei Tagen Training steht am 5. Februar das erste Olympia-Rennen an. Preuß, Gesamtweltcup-Dritte der Vorsaison, galt bis zu ihrem Treppensturz Mitte Dezember in Frankreich als Kandidatin für Podestplätze. Beim Weltcup in Le Grand-Bornand war sie ausgerutscht und mit dem linken Sprunggelenk umgeknickt. Seither konnte sie kein Rennen mehr bestreiten.

Den freien Startplatz von Preuß beim am Mittwoch mit dem Sprint der Frauen beginnenden Weltcup erhält erneut Franziska Hildebrand. Außerdem kommt Marion Wiesensarter für Janina Hettich zum Einsatz. Im Vergleich zu den Rennen in der Vorwoche im thüringischen Oberhof ersetzt David Zobel bei den Männern Lucas Fratzscher.

(dpa)

Baerbock verteidigt Vorstoß für Impfpflicht in Deutschland

13:06
10.01.2022
Außenministerin Annalena Baerbock hat sich bei ihrem Besuch in Italien hinter die Einführung einer Impfpflicht gestellt. «Ich glaube, dass eine Impfpflicht sinnvoll ist», sagte die Grünen-Politikerin nach einem Treffen mit ihrem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio am Montag in Rom. Sie und ihre Partei hätten das bereits deutlich gemacht. Es gehe darum, das Leben wieder so zu leben, wie es die Menschen gewohnt waren und darum Menschen zu schützen. Es sei daher sinnvoll, die Impfpflicht in Deutschland einzuführen, erklärte die 41-Jährige.

Italien hatte zuletzt die Impfpflicht ausgeweitet. Seit dem 8. Januar müssen sich Menschen, die älter als 50 Jahre sind, gegen Covid-19 immunisieren lassen. Ab dem 1. Februar droht eine Geldstrafe für diejenigen, die sich entweder nicht die erste oder eine der Folgeimpfdosen verabreichen lassen.

Am Nachmittag stand für Baerbock ein Besuch in einem Impfzentrum in Rom an. Di Maio bedankte sich bei der Deutschen für ihre Bereitschaft, dort hinzugehen. Die italienische Impfstrategie hat ihm zufolge große Erfolge gezeigt. Er verwies darauf, dass die Einführung der Pflicht für die Über-50-Jährigen eine Empfehlung der Wissenschaft gewesen sei.

Stand Montagmorgen waren dem Gesundheitsministerium zufolge rund 89,4 Prozent der Menschen in Italien, die älter als zwölf Jahre sind, gegen Covid-19 geimpft. In den vergangenen Wochen stiegen die Corona-Fallzahlen in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohner rapide an. Die zuletzt offiziell berechnete Sieben-Tage-Inzidenz lag bei landesweit durchschnittlich 1669 Fällen je 100 000 Einwohner.

(dpa)

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