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Schulbeginn in acht Bundesländern - Gesundheitsminister beraten

16:32
09.01.2022
Nach den Weihnachtsferien beginnen an diesem Montag in acht Bundesländern die Schulen wieder. Dabei gibt es Vorkehrungen wegen der Corona-Pandemie und der sich schnell ausbreitenden Virusvariante Omikron. So sollen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen alle Schüler, Lehrkräfte und weitere Beschäftigte an den Schulen am ersten Tag nach den Ferien getestet werden. In Bayern müssen sich auch geimpfte und genesene Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig testen. Auch in Baden-Württemberg wird zunächst für sechs Wochen an den Schulen stärker getestet.

Die Schulen beginnen auch in Schleswig-Holstein, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen wieder. In den acht anderen Bundesländern war der Unterricht bereits in den vergangenen Tagen wieder gestartet. Die für Bildung zuständigen Kultusministerinnen und -minister der Länder hatten am Mittwoch ihre Linie bekräftigt, dass Schulen in der aktuellen Corona-Lage offen gehalten werden sollen.

Die im Bund regierenden Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP hatten durch Änderungen am Infektionsschutzgesetz ausgeschlossen, dass es erneut zu einem großen Schullockdown wie vor einem Jahr kommt. Es kann aber örtlich an Schulen zu Einschränkungen kommen, etwa wenn Gesundheitsämter das anordnen, hatte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), erläutert.

Über die Corona-Lage beraten am Montag auch die Gesundheitsminister der Länder. Den Vorsitz hat Sachsen-Anhalts Ressortchefin Petra Grimm-Benne (SPD). Über die Themen wurde vorab nichts bekannt. Die gemeldete Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Deutschland war in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen.

Vor dem Hintergrund der Debatte über eine allgemeine Corona-Impfpflicht sind am Montag wieder Demonstrationen gegen die Corona-Politik geplant. Am Wochenende waren Zehntausende Menschen in verschiedenen Städten auf die Straße gegangen.

(dpa)

GEW rechnet wegen Omikron mit einzelnen Schulschließungen

15:30
09.01.2022
Mit Blick auf die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in Baden-Württemberg fürchtet die Bildungsgewerkschaft GEW in den kommenden Wochen hohe Infektionszahlen und weitere Schul- oder Kita-Schließungen. «Angesichts der Gefahr durch Omikron bleibt unsicher, wie viele Kitas und Schulen schließen müssen und wie groß die Zahl der Kinder und der Beschäftigten sein wird, die wegen Erkrankungen oder Quarantäne zu Hause bleiben müssen», sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Monika Stein, am Sonntag. Sie rechne damit, dass der von Montag an geplante Präsenzunterricht nicht überall aufrechterhalten werden könne.

Während die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante deutlich steigt, kehren Kinder und Jugendliche am Montagmorgen in ganz Baden-Württemberg wieder an die Schulen zurück. Auch die Kitas werden nach dem Ende der Weihnachtsferien wieder geöffnet. Aus Sorge vor Ansteckungen wird aber für die kommenden zunächst sechs Wochen an Schulen und Kitas stärker getestet. Außerdem hat die Landesregierung den Kreis der Menschen erweitert, der sich regelmäßig auf das Virus testen lassen muss.

(dpa/lsw)

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