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Zahl der Corona-Toten in Großbritannien überschreitet 150 000

17:23
08.01.2022
Die Zahl der Todesfälle nach einer mittels PCR-Test bestätigten Corona-Infektion in Großbritannien hat die Marke von 150 000 überschritten. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurden inzwischen 150 057 Todesfälle in dem Land innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Testergebnis registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch höher sein. Auf dem Totenschein wurde bereits bei mehr als 173 000 Menschen in Großbritannien Covid-19 vermerkt.

Das Land mit etwa 67 Millionen Einwohnern ist weiterhin fest im Griff der Omikron-Welle. Allein am Samstag wurden rund 146 000 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) wurde zuletzt mit 1900 angegeben (Stand: 3. Januar). Während die Kurve in London inzwischen aber abzuflachen scheint, steigen die Zahlen im Norden Englands weiterhin stark an.

Schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im größten Landesteil England lehnt die Regierung in London bislang unter Verweis auf die nicht im selben Maß gestiegenen Krankenhauseinweisungen und Todesfälle ab. Immer mehr Krankenhausträger schlagen jedoch Alarm, weil ihnen wegen der vielen Infektionsfälle zunehmend das Personal fehlt.

(dpa)

Schwedische Kronprinzessin Victoria positiv auf Coronavirus getestet

17:23
08.01.2022
Schwedens Kronprinzessin Victoria hat Covid-19. Wie das schwedische Königshaus am Samstag mitteilte, war ein Coronatest bei der 44-Jährigen positiv ausgefallen. Victoria ist den Angaben zufolge vollständig geimpft. Sie habe Erkältungssymptome, ansonsten gehe es ihr gut, hieß es in der Mitteilung. Die Kronprinzessin befolge die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden und isoliere sich gemeinsam mit ihrer Familie zuhause.

Erst am Montag hatte der Palast in Stockholm bestätigt, dass auch König Carl Gustav (75) und Königin Silvia (78) positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Beide wurden bereits drei Mal geimpft. Auch sie hatten nur milde Verläufe.

(dpa)

Iranischer Dichter und Regimekritiker stirbt im Gefängnis an Corona

17:22
08.01.2022
Der iranische Dichter und Regimekritiker Baktash Abtin ist in einem Gefängnis in Teheran an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ilna und des iranischen Schriftstellerverbands (CNI) starb der 47-jährige Abtin am Samstag im berüchtigten Ewin Gefängnis im Norden der Hauptstadt. Wegen der akuten Corona-Erkrankung war Abtin schon seit einigen Tagen im Koma, so CNI auf seiner Instagram-Seite.

Als hochrangiges Mitglied des CNI galt Abtin seit Jahren als einer der schärfsten Kritiker des islamischen Regimes. Im September vergangenen Jahres wurde er wegen angeblicher Propaganda gegen das Regime verhaftet. Seitdem saß er im Ewin Gefängnis. Berichten zufolge soll seine Corona-Infektion zu spät behandelt worden sein und zu seinem Tod geführt haben.

Die Gefängnisbehörde wies die Kritik vehement zurück. Bei Abtin sei bereits Anfang Dezember ein Corona-Test durchgeführt worden, der negativ ausgefallen sei, teilte die Behörde laut Nachrichtenportal Misan mit. Trotzdem sei er zunächst in ein staatliches Krankenhaus und später, auf Wunsch seiner Familie, in eine Privatklinik verlegt worden. Abtin sei daher rechtzeitig medizinisch versorgt worden und in einer Privatklinik - und nicht im Gefängnis - gestorben, hieß es weiter.

Kritiker und sogar die politische Opposition im Land zweifeln jedoch an den Angaben. Asar Mansuri, Generalsekretärin der reformorientierten Partei Ettehad Mellat (Volksunion), forderte den Justizchef auf, den Fall nochmal akribisch überprüfen zu lassen. «Sie sollten sich nicht auf die Angaben der Gefängnisbehörde verlassen, sondern Abtins Anwalt, Familienangehörige und auch Ärzte nochmal befragen», appellierte Mansuri an Justizchef Gholamhussein Mohseni Edzehi. Erst dann könnte die Justiz weitere dubiose Todesfälle in den Gefängnissen verhindern.

(dpa)

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