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Wüst will Geboosterte auch im Sport mit Getesteten gleichsetzen

17:13
08.01.2022
Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), will im Sport die Menschen mit einer Auffrischungsimpfung von einer zusätzlichen Testpflicht befreien. Auf die Frage, ob die Testpflicht für Geboosterte auch im Sport wegfallen solle, sagte Wüst am Samstag in Düsseldorf: «Die Gleichsetzung der Geboosterten mit den Getesteten soll generell gelten. Das ist meine Überzeugung.»

Gerade «die Bedeutung von Sport für junge Leute, für Kinder» sei noch mal thematisiert worden, sagte Wüst nach einer gemeinsamen Klausurtagung der CDU-Spitzen aus NRW, des Europaparlaments und des Bundestags, bei der auch der designierte neue Bundesvorsitzende Friedrich Merz als Gast teilnahm. «Da wollen wir verschiedene Dinge leichter machen. Kinder können teilweise noch gar nicht geboostert sein. Je nach Alter haben wir auch noch andere Ideen», betonte Wüst.

Er sprach sich für «Gruppen-Schnelltests» aus. So müssten Kinder und Jugendliche in den Sportvereinen oder anderen Gruppen nicht in eine offizielle Teststation gehen. «Sondern, dass alle gemeinsam einen Schnelltest gemacht haben und der Gruppenleiter, die Gruppenleiterin aufpasst. Wir wollen das möglichst einfach machen. Wir wollen alle Anreize setzen fürs Boostern, weil die Impfung, und da besonders das Boostern, der Weg aus dieser Krise ist», sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz.

Die Bund-Länder-Runde mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Freitag keine neuen Beschlüsse zum Sport gefasst. Derzeit müssen nach der geltenden Corona-Schutzverordnung in NRW beispielsweise auch Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung bekommen haben, zusätzlich einen aktuellen negativen Test vor dem Indoor-Sportreiben nachweisen (2G plus). Dies gilt beispielsweise für das Betreten von Fitnessstudios oder beim Tennis in der Halle. Eine zusätzliche Testpflicht würde dann für Geboosterte entfallen.

Dagegen waren am Freitag weitere Einschränkungen für die Gastronomie beschlossen worden. Der Zutritt bleibt auf Geimpfte und Genesene beschränkt (2G). Zusätzlich soll für den Besuch von Restaurants, Kneipen und anderen Gastronomiebetrieben entweder ein tagesaktueller Test oder der Nachweis einer Auffrischungsimpfung (Booster-Impfung) erforderlich sein, also die 2G-plus-Regel gelten.

(dpa)

Luxemburg, Schweden und Israel werden Corona-Hochrisikogebiete

17:12
08.01.2022
Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Luxemburg sowie fast 40 weitere Länder wegen hoher Corona-Infektionszahlen von diesem Sonntag an ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete ein. Das hatte das Robert Koch-Institut am Freitag mitgeteilt. Wer aus einem solchen Gebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Neben Luxemburg werden am Sonntag unter anderem Schweden, Australien, Argentinien, die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Winterurlaubsziel Dubai, Israel und Kenia auf die Risikoliste gesetzt. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Hochrisikogebiete weltweit auf einen Schlag auf mehr als 100 Länder. Das bedeutet, dass etwa jedes zweite Land weltweit wieder Hochrisikogebiet ist. Als einziges Land von der Liste gestrichen wird die Ukraine. Von den Nachbarländern Deutschlands ist ab Sonntag nur noch Österreich kein Hochrisikogebiet.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

(dpa)

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