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Maskenlose Party auf Flug nach Mexiko: Trudeau erzürnt über «Idioten»

05:35
07.01.2022
Nach einem aufsehenerregenden Party-Flug nach Mexiko ohne Einhaltung von Corona-Maßnahmen steckt eine Gruppe junger Kanadier offenbar dort fest. Mindestens zwei kanadische Fluggesellschaften wollten ihnen nach eigenen Angaben wegen des Verhaltens beim Hinflug aus Sicherheitsgründen die Beförderung zurück in die Heimat verwehren, nachdem eine weitere Airline den Rückflug storniert hatte. Kanadas Premierminister Justin Trudeau nannte sie «Idioten».

Das kanadische Verkehrsministerium twitterte am Donnerstag, es ermittle in dem Fall. Es könnten Geldstrafen von bis zu 5000 kanadischen Dollar (knapp 3500 Euro) pro Vergehen verhängt werden. Reisende, die die Leben anderer gefährdeten und Schaden verursachten, könnten mit bis zu drei Jahren Gefängnis und/oder Geldstrafen von bis zu einer Million Dollar bestraft werden, hieß es in einer weiteren Mitteilung der Regierung.

Videos aus der Chartermaschine, die am 30. Dezember vom kanadischen Montréal in den mexikanischen Urlaubsort Cancún geflogen war, waren in sozialen Medien verbreitet worden. Darin ist zu sehen, wie junge Menschen ausgelassen feiern, ohne Masken zu tragen oder Abstand voneinander zu halten. Sie tanzen und trinken offenbar Alkohol, eine Frau raucht eine E-Zigarette. Medienberichten zufolge handelte es sich um Influencer und Reality-TV-Sternchen aus der Provinz Québec. Angesprochen auf den Fall sagte Trudeau bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, das unverantwortliche Verhalten der Reisegruppe sei ein Schlag ins Gesicht.

Eine 19-jährige Studentin erzählte der Nachrichtenagentur Canadian Press, sie habe die Teilnahme an der Reise bei Instagram gewonnen. In Mexiko sei sie positiv auf das Coronavirus getestet worden - ebenso wie geschätzt 30 weitere Angehörige der Gruppe. Sie wisse nicht, wie sie den verlängerten Hotelaufenthalt bezahlen solle. Ein Mann, der sich als Organisator der Reise ausgab, teilte mit, es sei das erste Reise-Event seines Privatclubs gewesen. Er habe viel gelernt.

(dpa)

Omikron-Welle - Krankenhausgesellschaft fordert weniger Bürokratie

05:35
07.01.2022
Angesichts rapide hochschnellender Corona-Infektionszahlen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) einen «Bürokratie-Lockdown» verlangt. «Nur noch notwendige Dokumentationen in der medizinischen Pflege sollten im ersten Halbjahr durchgeführt werden, damit mehr Zeit für die medizinische Versorgung bleibt», sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitag). Zudem forderte er wegen der angespannten Lage in den Krankenhäusern, alle Personalstrukturvorgaben auszusetzen.

Es werde wegen der hohen Infektionszahlen zu Personalausfällen kommen, sagte er. Durch den Wegfall der Personaluntergrenzen und anderer Vorgaben könne man vermeiden, dass Stationen geschlossen werden müssten. Zudem verlangte Gaß, dass es Aufgabe der Länder sein müsse, zusätzliches Hilfspersonal in der Pflege zu koordinieren. «Nicht jedes einzelne Krankenhaus sollte und kann dies selbst durchführen». Vielmehr solle «jedes Bundesland eine zentrale Koordinierungsstelle einrichten». So könne erreicht werden, dass Hilfe wirklich dort ankomme, wo sie gebraucht werde.

(dpa)

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