Letztes Update:
20220106133603

Estland verkürzt Quarantäne- und Isolationsfristen

13:35
06.01.2022
Estland verkürzt die verordnete Quarantäne- und Isolationsdauer für enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten und Einreisende aus dem Ausland von zehn auf sieben Tage. Dies beschloss die Regierung des baltischen EU-Landes am Donnerstag in Tallinn. Die Regelung soll am 10. Januar in Kraft treten - sie gilt vor allem für Nicht-Geimpfte. Geimpfte und Genesene, die Kontakt zu einem Infizierten hatten, müssen sich in Estland weiterhin nicht isolieren.

«Das Coronavirus verändert sich ständig und mit ihm passen wir die aktuellen Regeln an», erklärte Regierungschefin Kaja Kallas. «Jede Änderung, die es der Gesellschaft ermöglicht, schneller zur normalen Routine zurückzukehren, wird auch dazu beitragen, die psychische Gesundheit und das Arbeitsleben der Menschen sowie die Wirtschaft als Ganzes unterstützen.»

Nach Angaben von Kallas zeigten die Daten der Gesundheitsbehörde in Estland, dass sich sowohl die Inkubationszeit des Virus als auch der Zeitraum, in dem eine infizierte Person eine Ansteckungsgefahr darstelle, verkürzt habe. Demnach entwickelten 96 Prozent der Menschen innerhalb von sieben Tagen Symptome einer Coronavirus-Erkrankung, und mehr als die Hälfte der Infizierten innerhalb der ersten drei Tage.

(dpa)

DGB-Landeschef fordert mehr Werbung fürs Impfen

13:34
06.01.2022
In der Debatte um eine Impfpflicht gegen Corona plädiert der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Baden-Württemberg für mehr Überzeugungsarbeit. «Wir brauchen mehr Menschen, die proaktiv für das Impfen werben», sagte Martin Kunzmann der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitagausgaben/online Donnerstag). Menschen sollten mit Argumenten überzeugt werden, Arbeitnehmervertreter Vorbild in Betrieben sein.

«Ich tue mich schwer, für eine allgemeine Impfpflicht einzutreten», sagte der DGB-Landeschef. «Es gäbe nichts Schlimmeres für dieses Land, als wenn das Bundesverfassungsgericht ein solches Gesetz zur Impfpflicht einkassieren würde.» Ihm treibe es «die Schweißperlen auf die Stirn, wenn ich sehe, was da gesellschaftlich passiert».

(dpa)

Lindner unentschieden bei Frage der Impfpflicht

13:33
06.01.2022
FDP-Bundeschef Christian Lindner steht einer allgemeinen Impfpflicht nach eigenen Worten noch unentschieden gegenüber. «Ich bin nicht mehr prinzipiell dagegen», sagte er am Donnerstag am Rande des traditionellen Dreikönigstreffens der FDP in Stuttgart. «Aber ich bin auch nicht positiv entschieden.» So kenne er etwa noch nicht die Gruppenanträge dazu im Bundestag. Zudem könne man aufgrund der Lageentwicklung rund um die Omikron-Variante des Coronavirus gegenwärtig noch nicht entscheiden. «Deshalb ist gut, dass wir uns noch etwas Zeit lassen», sagte Lindner. «Für die fünfte, für die Omikron-Welle, würde eine allgemeine Impfpflicht ebenfalls ja auch noch keinen Beitrag leisten.»

Über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona soll der Bundestag voraussichtlich in diesem Jahr in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Innerhalb der FDP im Bundestag regt sich Widerstand. Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki und weitere FDP-Abgeordnete hatten sich in einem Antragsentwurf klar gegen eine solche Pflicht ausgesprochen.

(dpa)

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