Letztes Update:
20220106105704

Söder für Verschiebung von Rückrundenstart des FC Bayern

10:58
06.01.2022
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich angesichts der vielen Corona-Fälle beim FC Bayern für eine Verschiebung des für Freitag geplanten Rückrundenauftakts gegen Borussia Mönchengladbach ausgesprochen. «Ich fände es besser, das würde verschoben», sagte Söder am Donnerstag dem TV-Sender Bild.

Seiner Einschätzung nach als Fußball-Fan wäre es «nicht wettbewerbsfair», wenn die Begegnung wie geplant stattfinden würde. «Wir werden erleben, dass es bei anderen Mannschaften auch so sein kann. Und deswegen wäre es besser, das würde verschoben werden.»

Die Münchner haben erhebliche personelle Probleme. Bis Mittwochnachmittag waren im Profi-Kader des Bundesliga-Herbstmeisters neun Corona-Fälle bekannt. Das Eröffnungsspiel der Rückrunde gegen Mönchengladbach an diesem Freitag (20.30 Uhr/Sat.1/DAZN) in München steht damit auf der Kippe.

(dpa)

Lindner für maßvolle Kontaktbeschränkungen wegen Omikron

10:58
06.01.2022
FDP-Bundeschef Christian Lindner hat sich mit Blick auf die Ausbreitung der Omikron-Variante für maßvolle Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. Es müsse alles getan werden, um die Schließung von Schulen und Betrieben zu verhindern, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag am Rande der traditionellen Dreikönigskundgebung der Liberalen in Stuttgart. Es sei die neue Krisenstrategie der Bundesregierung, auf Boostern und auf maßvolle Kontaktbeschränkungen zu setzen - «und nicht auf pauschale und flächendeckende Schließungsmaßnahmen oder gar Lockdowns».

«Wir sollten alles tun, so viel gesellschaftliches Leben wie möglich zu erhalten.» Viele Menschen hätten Angst vor Vereinsamung, vor dem Verlust der Möglichkeit, ihr Recht auf Bildung zu verwirklichen, und vor dem Verlust der wirtschaftlichen Existenz.

Wie maßvolle Kontaktbeschränkungen aus seiner Sicht aussehen sollen, sagte Lindner nicht. Es gebe Vorstellungen des Corona-Expertenrats, denen er nicht vorweggreifen wolle. Er nannte Konzepte rund um 2G und 2G Plus und die Verstärkung der Anstrengungen beim Boostern. Bund und Länder wollen am Freitag über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie beraten.

(dpa)

Buschmann: Bundesregierung spielt bei Impfpflicht nicht auf Zeit

10:57
06.01.2022
Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) könnte sich vorstellen, dass der Bundestag zunächst in einer Orientierungsdebatte die Argumente für eine allgemeine Corona-Impfpflicht abwägt, ohne dabei über einen konkreten Gesetzesentwurf zu sprechen. «Das hat aber das Parlament in der Hand, aber das könnte sehr schnell und sehr früh stattfinden», sagte Buschmann am Donnerstag in der RTL/ntv-Sendung «Frühstart». Derzeit liegt in der Debatte nur ein ablehnender Antrag von Teilen der FDP-Fraktion vor. Auf die Frage, ob die Bundesregierung bei dem Thema derzeit auf Zeit spiele, sagte Buschmann: «Nein, sondern es ist ja ein ganz besonderes Thema.» Die Debatte treibe die Menschen um, Anträge von Parlamentariern seien in Arbeit. «Ob die dann bis nächste Woche schon final vorliegen, das vermag ich jetzt nicht zu sagen, denn es ist wie gesagt ja ein Verfahren, wo das Parlament im Pilotensessel sitzt.»

Über eine allgemeine Impfpflicht gegen Corona soll der Bundestag in freier Abstimmung ohne Fraktionsdisziplin entscheiden. Buschmann verteidigte das Vorgehen der Ampel-Koalition, keinen eigenen Gesetzentwurf vorzulegen, sondern auf fraktionsübergreifende Gruppenanträge zu setzen. Das Thema rühre an den Grundüberzeugungen, «weil es um die Frage geht, ob ich eine medizinische Behandlung verpflichtend machen muss, auch wenn ich das nicht möchte.» Das sogenannte Gruppenantragsverfahren entfalte jetzt seine Kraft, «nämlich dass die unterschiedlichen Argumente öffentlich diskutiert werden, mit Leidenschaft.» Das spätere Ergebnis habe dann eine «viel stärkere, befriedendere Kraft» für den Konflikt, als wenn die Entscheidung nur mit der Koalitionsmehrheit durchgezogen werde.

(dpa)

✖
Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden