Letztes Update:
20220106105631

Corona-Angst belastet Unternehmensstimmung in Großbritannien

10:57
06.01.2022
Neue Sorgen in der Corona-Pandemie haben die Stimmung britischer Unternehmen am Ende des vergangenen Jahres kräftig belastet. Der von IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel gegenüber dem Vormonat um 4,0 Punkte auf 53,6 Zähler, wie Markit am Donnerstag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Schätzung leicht nach oben revidiert. Analysten hatten mit der Bestätigung der ersten Erhebung gerechnet und damit 53,2 Punkte erwartet.

Mit dem Rückgang fiel die britische Unternehmensstimmung den tiefsten Stand seit zehn Monaten. In Großbritannien hatte sich die neue Corona-Variante Omikron bereits im Dezember stark ausgebreitet.

Besonders deutlich verschlechterte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor, der wohl am meisten unter der neuen Corona-Welle leiden dürfte. Hier wurde nach der zweiten Schätzung ebenfalls ein Indexwert von 53,6 Punkten ermittelt, nach 58,5 Punkten im November.

Trotz der Rückschläge liegen die Indexwerte weiter über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Sie deuten also weiterhin auf eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivitäten hin.

(dpa)

Fehlender Corona-Test: Frau in China erleidet Fehlgeburt

10:56
06.01.2022
In der im Lockdown befindlichen chinesischen Metropole Xi'an sind Mitarbeiter eines Krankenhauses bestraft worden, weil einer Frau wegen eines abgelaufenen Corona-Tests nicht geholfen worden ist und sie eine Fehlgeburt erlitten hat. Die Stadtregierung gab am Donnerstag bekannt, dass der Generaldirektor des Gaoxin-Krankenhauses, Fan Yuhui, suspendiert und die Leiter der Ambulanz und der medizinischen Abteilung entlassen wurden. Auch weitere Beamte seien demnach bestraft worden. Der Vorfall habe «in der Gesellschaft Besorgnis ausgelöst und schwerwiegende soziale Auswirkungen gehabt», hieß es in einer Mitteilung der Regierung.

Laut Medienberichten musste die hochschwangere Frau zwei Stunden vor dem Krankenhaus warten, weil ihr Corona-Test demnach kurz zuvor abgelaufen und nicht mehr gültig war. Ein im Internet kursierendes Video zeigte, wie die Frau vor dem Gebäude auf einem Hocker saß und Blut an ihren Beinen herunterlief. Die Aufnahmen wurden millionenfach geteilt und sorgten für wütende Reaktionen bei Internetnutzern.

Xi'an befindet sich wegen eines Corona-Ausbruchs seit zwei Wochen in einem harten Lockdown. Menschen dürfen nur noch in absoluten Ausnahmen vor die Tür. Das öffentliche Leben wurde weitestgehend heruntergefahren. Bereits zuvor hatten sich einige Menschen beklagt, dass sie nur unzureichend mit Lebensmitteln versorgt würden und Bestellungen oft nur mit großer Verspätung ankämen.

Mit rigiden Maßnahmen wie Ausgangssperren und Massentests hat China, das eine Null-Covid-Politik verfolgt, das Virus weitgehend in den Griff bekommen. Seit mehr als einem Jahr ist es um die Pandemielage in der Volksrepublik deutlich besser bestellt als in vielen anderen Ländern. Kommt es jedoch wie nun in Xi'an zu kleineren Ausbrüchen, müssen die Menschen in betroffenen Regionen schwere Einschränkungen hinnehmen. Landesweit meldete China am Donnerstag 132 Infektionen.

(dpa)

✖
Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden