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Ex-Corona-Hotspot Ischgl startet in Skisaison - Auftakt im Lockdown

09:41
03.12.2021
Bei strahlendem Sonnenschein und mit frischem Neuschnee ist die österreichische Wintersportgemeinde Ischgl am Freitag in die Saison gestartet.

An den Liften in dem Tiroler Ort, von dessen Après-Ski-Szene aus sich das Coronavirus Anfang 2020 über Österreichs Grenzen in viele Länder Europas verbreitet hatte, herrschte kaum Betrieb. Rund 150 Skifahrer stiegen am Morgen in der ersten halben Stunde in die frisch desinfizierten Kabinen der Silvrettaseilbahn - an schönen Tagen seien es sonst fast zehn Mal so viele gewesen, sagte Günther Zangerl, Vorstand der Silvrettaseilbahn.

Unter den Gästen waren viele Einheimische. Hotels und Gastronomie sind wegen des landesweiten Lockdowns geschlossen.

Ischgl hat nach seinem unrühmlichen Debüt 2020 als Corona-Hotspot strikte Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Lifte dürfen nur Geimpfte oder Genesene nutzen, die Nachweise werden zwei Mal kontrolliert. Zudem hatte die Gemeinde schon vor dem Lockdown ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen erlassen. Der Ort setze stärker auf das Naturerlebnis und das länderübergreifende Skigebiet mit dem schweizerischen Samnaun mit 239 Pistenkilometern, hieß es.

In Deutschland hatte bisher nur das Skigebiet an der Zugspitze geöffnet. Am Freitag startete unter anderem in Oberstdorf im Allgäu sowie am Feldberg im Schwarzwald der Skibetrieb - am Feldberg mit 2G-Regel. In Bayern und damit an der Zugspitze und in Oberstdorf gilt hingegen 2G plus. Geimpfte oder Genesene müssen zusätzlich einen negativen Test vorlegen. Mancherorts laufen auch im Nachbarland Österreich schon Lifte, etwa am Stubaier Gletscher und in Kitzbühel.

In Ischgl hatten anders als in anderen österreichischen Gebieten die Lifte im vergangenen Winter komplett still gestanden. Weil in Österreich und der Schweiz unterschiedliche Corona-Regeln galten, hätten Skifahrer aus Ischgl nach ein paar Schwüngen auf Schweizer Gebiet bei der Rückkehr in Quarantäne gemusst.

(dpa)

2000 Menschen nach Omikron-Fällen an Schweizer Schule in Quarantäne

09:34
03.12.2021
Am Genfersee in der Westschweiz sind etwa 1600 Schülerinnen und Schüler sowie 400 weitere Personen wegen zwei Omikron-Fällen in Quarantäne geschickt worden.

Die beiden Fälle an einer internationalen Schule stünden im Zusammenhang mit einem Familienmitglied, das von einer Reise aus Südafrika zurückgekehrt sei, berichteten die Gesundheitsbehörden der Kantone Waadt und Genf am Donnerstagabend.

Betroffen sind alle, die sich in Founex, an einem der drei Standorte der Internationalen Schule Genf, aufgehalten haben. Founex liegt etwa 25 Kilometer nördlich von Genf am Genfersee. Die Quarantäne wurde für zehn Tage angeordnet und alle müssen PCR-Tests machen.

Am Standort Founex sind laut Webseite gut 1500 Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren eingeschrieben. Sie kommen aus mehr als 80 Ländern. Allerdings besuchen auch Schüler aus Genf den Standort.

In Genf wohnen wegen der Vereinten Nationen und Dutzender anderer internationaler Organisationen Zehntausende Ausländer. Die Schule bietet eine englisch- und französischsprachige Ausbildung und kostet bis zu 35 000 Franken (33 600 Euro) im Jahr.

«Es ist unerlässlich, die Einschleppung der Variante in unser Land zu bremsen», teilten die Gesundheitsbehörden mit. «Wenn sie identifiziert wird, ist es auch unerlässlich, die Übertragung in der Schweiz so weit wie möglich zu reduzieren.»

(dpa)

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