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Südafrikanische Wissenschaftler: Kleinkinder nicht vor Omikron gefeit

08:08
03.12.2021
Die neue Coronavirus-Variante Omikron überrascht Wissenschaftler in Südafrika durch eine zunehmende Infektion auch von jungen Kindern.

«Es gibt eine Zunahme bei Krankenhauseinlieferungen von Kindern der Altersgruppe bis fünf Jahre», sagte die Wissenschaftlerin Michelle Groome vom Nationalen Institut für übertragbare Krankheiten NICD am Freitag. Das unterscheide die in Südafrika beginnende vierte Infektionswellen von früheren derartigen Phasen. Es sei aber noch zu früh, aus den bisher vorhandenen Daten wissenschaftlich fundierte Schlüsse zu ziehen.

Allein im Großraum um die Hauptstadt Pretoria (Tshwane-Metropole) habe es in den vergangenen zwei Wochen rund 100 Hospitalisierungen junger Kinder gegeben. Nach der Altersgruppe der über 60-Jährigen stellten junge Kinder dort nun die zweitgrößte Gruppe.

«Wir haben einen Anstieg der Krankenhauseinlieferungen bei unter Fünfjährigen beobachtet», bestätigte am Freitag auch Ramphelane Morewane vom südafrikanischen Gesundheitsministerium. Bei all diesen jungen Patienten seien die Eltern nicht geimpft gewesen, sagte die NICD-Medizinerin Waasila Jassat. Sie schloss nicht aus, dass Kleinkinder nun für das Virus empfänglicher seien als zuvor. Der Kap-Staat bereitet sich angesichts rasant steigender Fallzahlen nun auf die vierte Infektionswelle vor.

Laut Gesundheitsminister Joe Phaahla gibt es trotz zunehmender Behandlungen im Krankenhaus aber noch keine Engpässe in den Kliniken. Bisher seien die Fälle zu fast 80 Prozent im Großraum um die Metropole Johannesburg und die Hauptstadt Pretoria (Gauteng-Provinz) aufgetreten. Nun steige ihre Zahl langsam auch in den anderen Provinzen. Nach noch sehr frühen Erkenntnissen sei Omikron zwar extrem ansteckend, verursache aber bei geimpften Personen nur relativ milde Erkrankungen.

In Südafrika zeigten fast 80 Prozent aller DNA-sequenzierten Corona-Testergebnisse eine Omikron-Infektion an, hatte die NICD am Vortag bekanntgegeben. Laut der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) wurden vergangene Woche in ganz Afrika 52 300 Neuinfektionen gezählt - 105 Prozent mehr als in der Vorwoche. Rund 31 000 Neuinfektionen entfielen auf Südafrika.

(dpa)

Corona-Inzidenz in Sachsen steigt - weiter bundesweiter Hotspot

08:01
03.12.2021
Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist wieder gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Freitag mit 1224,7 an.

Am Donnerstag lag der Wert bei 1180,1, am Mittwoch bei 1209,4. Der Freistaat bleibt somit den RKI-Daten zufolge mit Abstand der Corona-Hotspot Deutschlands - gefolgt von Thüringen (1013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2)

Fast alle Kreise und Städte in Sachsen lagen mit ihren Inzidenzen laut RKI am Freitag über der 1000er-Schwelle. Lediglich die Landkreise Nordsachsen (992,2), Zwickau (962,1) und der Vogtlandkreis (961,1) sowie die Stadt Leipzig (696,9) bewegten sich noch darunter. Die höchste bundesweite Inzidenz hat den Angaben zufolge der Landkreis Mittelsachsen (2062,5).

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI 524 645 Covid-19-Fälle und 11 147 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Am Freitag kamen 11 576 Infektionen dazu und 68 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.

(dpa)

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