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Omikron-Ausbreitung: Britische Apotheken beklagen Test-Mangel

13:06
29.12.2021
Wegen der rasanten Ausbreitung der Corona-Variante Omikron in Großbritannien gehen den Apotheken die kostenlosen Schnelltests aus. Der Mangel sei ein riesiges Problem, zumal die Nachfrage gewaltig sei, sagte die Chefin des Branchenverbandes Association of Independent Multiple Pharmacies, Leyla Hannbeck, am Mittwoch dem Sender BBC Radio 4. Viele Menschen könnten keine Tests erhalten. Täglich werden derzeit 900 000 Tests zur Verfügung gestellt. Diese Menge reiche bei weitem nicht aus, sagte Hannbeck. «Etwa alle fünf Minuten kommt jemand und fragt nach einem Test.»

Grund für die enorme Nachfrage seien die aktuellen Richtlinien der Regierung. Demnach sollen alle Menschen, die Kontakt mit Infizierten hatten, sich eine Woche lang täglich auf das Virus testen. Hinzu komme die Sorge vor einer Ansteckung geliebter Menschen, sagte Hannbeck. «Die Leute handeln verantwortungsbewusst, indem sie sich testen lassen, da wir nun in der Weihnachtszeit sind und Neujahr vor der Tür steht, und alle mit Familie und Freunden beisammen sein wollen.»

Die kostenlosen Selbsttests können auch online bestellt werden. Die Gesundheitsbehörde UK Health Service Agency (UKHSA) räumte ein, dass es dabei immer wieder wegen Engpässen keine Tests gebe. Sie rief die Menschen auf, alle paar Stunden die Bestellseite zu prüfen.

Die Omikron-Variante hat zu einem enormen Anstieg der Neuinfektionen in Großbritannien geführt. Die Regierung ruft mit Nachdruck zu Auffrischungsimpfungen auf. Wie UKHSA aber kurz vor Weihnachten mitteilte, scheinen auch Booster-Impfungen nicht nachhaltig gegen eine symptomatische Erkrankung zu wirken. Es gebe Hinweise, dass der Schutz zehn Wochen nach der Auffrischung stärker schwinde als bei Delta. Die Wirksamkeit nehme dann um 15 bis 25 Prozent ab.

(dpa)

Prominenter Impfgegner in Niederlanden an Corona gestorben

13:05
29.12.2021
Einer der prominentesten Impfgegner der Niederlande ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Der Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Robin Fransman erlag der Krankheit am Dienstag in einer Klinik, meldeten am Mittwoch der öffentlich-rechtliche Sender NOS sowie mehrere weitere Medien übereinstimmend.

Den Berichten zufolge war der 53-Jährige aus Überzeugung nicht geimpft und äußerte sich in sozialen Medien kritisch über den Corona-Impfstoff. Er hatte seine Infektion am 3. Dezember auf Twitter so bekanntgegeben: «Corona positiv. Es wurde auch mal Zeit.»

Fransman, der beruflich im Finanzsektor tätig war, hatte die Initiative «Herstel-NL» (etwa: «Erholung-Niederlande») gegründet. Deren Mitglieder wenden sich gegen harte Corona-Schutzmaßnahmen. Anfang des Jahres hatten sie einen Plan präsentiert, wie ihrer Meinung nach das gesellschaftliche Leben in den Niederlande trotz Corona wieder weitgehend ungehindert möglich sein könnte.

Unter anderem sollte es demnach für besonders gefährdete Personen «sichere Zonen» mit strengen Regeln geben, während außerhalb dieser Zonen «alles wieder möglich» sein sollte. Gesundheitsminister Hugo de Jonge hatte die Vorstellungen von «Herstel-NL» als «lebensgefährlich» zurückgewiesen.

(dpa)

Nächster Corona-Fall bei Darts-WM: Auch Engländer Chisnall positiv

12:37
29.12.2021
Bei der Darts-Weltmeisterschaft in London gibt es den nächsten Corona-Fall. Der Engländer Dave Chisnall ist positiv auf das Virus getestet worden und scheidet beim wichtigsten Turnier des Jahres kampflos aus. Darüber informierte der Weltverband PDC am Mittwoch. Chisnall hätte am Mittwochnachmittag gegen Landsmann Luke Humphries gespielt. Dieser erhält nun ein Freilos und spielt im Achtelfinale gegen den Engländer Chris Dobey, der nach dem positiven Corona-Test von Michael van Gerwen (Niederlande) ebenfalls ein Freilos für die Runde der letzten 16 erhalten hatte.

Chisnall ist nach van Gerwen, Vincent van der Voort und Raymond van Barneveld, der nach seinem Aus erst positiv getestet wurde, der vierte Corona-Fall bei der WM. In der Nachmittagssession sollen nun nur zwei statt wie geplant drei Spiele stattfinden. Chisnall stand im Vorjahr im Halbfinale.

(dpa)

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