Die Polizei hat es nach Angaben des Bundesinnenministeriums aktuell mit einer erschwerten Lage bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen zu tun. Während es vor einigen Monaten noch größere Demonstrationen mit vielen Teilnehmern gewesen seien, verteile sich der Protest nun auf viele kleinere Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern, erklärte am Mittwoch ein Sprecher des Ministeriums. Diese Verteilung auf mehrere kleinere Gruppen mache die Lage «für die Polizei und die Versammlungsbehörden schwieriger». Dennoch hätten die Einsatzkräfte «den Anspruch, auch dieser Einsatzlage entsprechend gerecht» zu werden, versicherte der Sprecher.
Richtig sei auch, dass es Gruppen innerhalb des Protestes gebe, die «andere Zwecke» verfolgten und radikaler würden. «Die Gewaltbereitschaft steigt. Wir sehen das ja auch in den Medienberichten, dass Journalisten, Polizisten, Andersdenkende angegriffen werden», sagte der Sprecher.
Das Ministerium geht nach seinen Angaben davon, dass es sich dabei um einen «kleineren Teil» der Demonstranten handelt. Es sei aber schwer zu beziffern, um wie viele gewaltbereite Demonstranten es sich jeweils in Relation zur Gesamtgruppe handelt. Zum Teil gebe es in kleineren Orten «plötzlich entstehende Veranstaltungen, die auch nicht vorher angemeldet sind». Die Polizei sei einem «sehr dynamischen Geschehen ausgesetzt».