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20211229123633

Kirchengemeinde bietet Corona-Impfungen im Ulmer Münster an

11:58
29.12.2021
Zum Piks in die Kirche: Bei einer Impfaktion im Ulmer Münster können sich Menschen am Mittwoch gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Impfungen sind eine gemeinsame Aktion von Münstergemeinde, evangelischer Gesamtkirchengemeinde und der Stadt Ulm zur Unterstützung der Impfkampagne im Südwesten. Noch vor Beginn der Impfungen um 10.00 Uhr hätten sich bereits lange Schlangen vor dem Münster gebildet, sagte der Ulmer Dekan, Ernst-Wilhelm Gohl.

Die Menschen verhielten sich bei der Impfung im Kirchenraum sehr ruhig, sagte Gohl. Die Kirche sei ein Raum der Hoffnung, so wie die Impfung die Hoffnung in der Pandemie sei. Bei den Interessierten für die Corona-Impfung sei die ganze Breite der Gesellschaft vertreten.

Geimpft wird auch, wer Impfpass oder Krankenkassenkarte nicht dabei hat. Man habe die Schwelle für die Impfungen so niedrig wie möglich halten wollen, sagte Dekan Gohl. Geplant sind rund 400 Impfungen. Es sei jedoch genug Impfstoff vorhanden. «Jeder, der eine Impfung erhalten möchte, kann sie bekommen.» Die Initiative für die Impfaktion ging laut Gohl von einer Ulmer Apothekerin aus. Überzeugt von der Idee habe man sich zusammen mit einer Arztpraxis kurz darauf an die Umsetzung gemacht.

(dpa)

Impfbereitschaft in Österreich eingebrochen - kommt eine Impfprämie?

11:27
29.12.2021
In Österreich ist die Zahl der Impfungen eingebrochen. Der Sieben-Tage-Schnitt ist nach Angaben der Behörden auf nun täglich 36 000 gesunken. Vor einem Monat lag der Wochenschnitt noch bei etwa 110 000 Impfungen täglich. Weiterhin handelt es sich meist um Auffrischungsimpfungen, nur etwa zehn Prozent der Injektionen sind Erststiche. Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) zeigt sich inzwischen für Impfprämien aufgeschlossen.

Alles, was dazu beitrage, mehr Menschen zum Impfen zu bringen, bevor die Impfpflicht in Kraft trete, sei «ein positives Signal», sagte Nehammer am Mittwoch der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Zuletzt hatte die oppositionelle SPÖ einen 500-Euro-Gutschein für alle gefordert, die mit dem dritten Stich zu einer höheren Impfquote beitrügen. Sie beträgt aktuell knapp 71 Prozent.

Er halte es für einen «sehr guten Zugang», auf positive Art zur
Impfung zu motivieren - «in welcher Höhe und in welcher Form, da
sollen sich die Expertinnen und Experten Gedanken machen», sagte Nehammer weiter.

Unterdessen befürchten die Behörden, dass die ab Februar geplante Impfpflicht die Radikalisierung unter den Corona-Skeptikern weiter vorantreibt. Es mache sich ein «radikaler Individualismus» breit, der sich in sozialen Medien in enthemmter Sprache bemerkbar mache, sagte der Chef der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Omar Haijawi-Pirchner. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sorgt sich insbesondere um die Sicherheit des medizinischen Personals, das zunehmend Einschüchterungen und Beschimpfungen ausgesetzt sei.

(dpa)

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