Letztes Update:
20211229103131

Frankreichs Studenten müssen trotz Corona Präsenzprüfungen ablegen

10:31
29.12.2021
Studierende in Frankreich müssen ihre ab Anfang Januar anstehenden Zwischenprüfungen trotz einer rasant steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Präsenz ablegen. Mehrheitlich sei dies der Wunsch der Studenten, sagte Hochschulministerin Frédérique Vidal am Mittwoch dem Sender France info. Die Hochschulen täten alles, um einen möglichst guten Ablauf der Prüfungen zu ermöglichen. Im Einzelfall könnten Prüfungen aber auch verlegt werden, etwa wenn es in einem Kurs besonders viele Krankheitsfälle gebe. Ein Festhalten an den festgelegten Terminen verhindere, dass Studierende in zusätzlichen Stress gerieten. 92 Prozent von ihnen seien geimpft.

Studentengruppierungen hatten Alarm geschlagen, weil sie eine Verbreitung von Infektionen durch die Prüfungen befürchten. Auch erkrankte oder zur Kontaktperson erklärte Studenten könnten sich zur Teilnahme an den Prüfungen gedrängt sehen, weil ihnen sonst Nachteile im Studium drohen könnten. Nur mit rechtzeitigen Ergebnissen der Zwischenprüfungen sei etwa die Bewerbung für einen Master-Studiengang möglich.

Obwohl Frankreich angesichts einer rasant steigenden Zahl von Corona-Infektionen seine Beschränkungen gerade erst verschärft hat, soll der Schulbetrieb nach den Ferien wie geplant am 3. Januar wieder starten. Distanzunterricht soll es nach dem Willen der Regierung nicht geben. Aus der Lehrerschaft gab es Kritik an diesem Kurs.

(dpa)

Impfkampagne kommt wieder auf Touren

10:30
29.12.2021
Die Impfkampagne gewinnt nach den Weihnachtstagen wieder deutlich an Fahrt. Am Dienstag wurden in Deutschland 608 000 Impfdosen verabreicht, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch (Stand 9.46 Uhr) hervorgeht. Am Montag waren bundesweit rund 535 000 Menschen geimpft worden. Vom 24. bis zum 26. Dezember waren die Zahlen kurzzeitig deutlich zurückgegangen.

Damit sind nun mindestens 59,0 Millionen Menschen zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 71 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 31 Millionen Menschen (37,3 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Nicht geimpft sind laut RKI aktuell 21,6 Millionen Menschen in Deutschland, darunter 4,0 Millionen Kindern im Alter bis vier Jahren, für die bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

Beim «Boostern» steht weiter das Saarland an der Spitze (44,2 Prozent), gefolgt von Niedersachsen (40,5 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (40,1 Prozent). Das Schlusslicht bildet nach wie vor Sachsen (29,4 Prozent).

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, «da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann». Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

(dpa)

Check24: Homeoffice verteuert Stromrechnung um bis zu 94 Euro

10:29
29.12.2021
Im Homeoffice steigt die Stromrechnung eines Arbeitnehmers nach Berechnung des Vergleichsportals Check24 um bis zu 94 Euro im Jahr. «Pro Tag entstehen durch den Betrieb von Laptop, Monitor, Schreibtischlampe, Wasserkocher oder Kaffeemaschine und die Nutzung des Elektroherds oder der Mikrowelle Mehrkosten von rund 25 bis 43 Cent», teilte Check24 am Mittwoch mit.

Für die Rechnung wurde angenommen, dass ein Beschäftigter abzüglich Urlaub und Feiertagen 220 Tage im Jahr von zu Hause aus arbeitet und einen Durchschnittspreis von 33,9 Cent je Kilowattstunde Strom bezahlt. Während dieser Zeit betreibt er täglich acht Stunden einen Laptop (0,12 kWh), einen Monitor (0,24 kWh) und eine LED-Schreibtischlampe (0,056 kWh). Außerdem nutzt er zehn Minuten einen Wasserkocher (0,33 kWh) oder eine Kaffeemaschine (0,25 kWh) und mittags eine halbe Stunde einen Elektroherd (0,5 kWh) oder fünf Minuten eine Mikrowelle (0,066 kWh). «Das Laden eines Smartphones spielt für die Mehrkosten im Homeoffice kaum eine Rolle. Denn pro Ladevorgang werden lediglich 0,3 Cent fällig», erklärten die Energieexperten von Check24.

Zu Mehrkosten für Heizung, Wasser oder Internet hatte Check24 keine Berechnungen gemacht. Berufstätige können für das laufende Jahr bei der Steuer bis zu 600 Euro Homeoffice-Pauschale als Werbungskosten oder Betriebsausgabe absetzen: 5 Euro pro Arbeitstag im Homeoffice für maximal 120 Tage im Jahr.

Der bayerische Finanzminister Albert Füracker forderte die neue Bundesregierung auf, die zum Jahresende auslaufende Homeoffice-Pauschale dauerhaft fortzuführen. Die Bürger wollten wissen, «auf was sie sich im nächsten Jahr einstellen können oder müssen», sagte der CSU-Politiker am Mittwoch. Bayern setze sich für eine Pauschale von 1000 Euro im Jahr ein, denn die Arbeitswelt habe sich durch die Pandemie gewandelt.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden