Letztes Update:
20211203051752

Mittelstandsverband fordert 2G-Regel in Betrieben

02:41
03.12.2021
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine 2G-Regel in Betrieben gefordert. «Das ist leichter zu kontrollieren und kostengünstiger als die 3G-Regel», sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der Deutschen Presse-Agentur. «Es würde bedeuten, dass nur wer geimpft oder genesen ist, seinen Arbeitsplatz betreten darf.»

Vor mehr als einer Woche war die 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft getreten: Arbeitgeber dürfen Beschäftigten nur Zugang zu Betrieben gewähren, wenn diese geimpft, genesen oder getestet sind.

Jerger sagte, Bund und Ländern hätten mit ihren Beschlüssen am Donnerstag angemessen auf die dramatische Corona-Lage reagiert. «Die Politik hat geliefert.» Dazu gehöre die Ausweitung der 2G-Regelung auf den Einzelhandel. Allerdings müsse nun Unternehmen, zum Beispiel in Hotellerie und Gastgewerbe, die bereits einem regionalen Lockdown unterliegen, unbürokratisch und schnell geholfen werden. Nach der Bund-Länder-Runde sollte sich jede Diskussion über einen flächendeckenden Lockdown erledigt haben, so Jerger weiter. «Auf dieses Signal hat der Mittelstand gewartet.»

(dpa)

Habeck fordert schnelle Umsetzung der Beschlüsse gegen Corona

02:35
03.12.2021
Nach den weitreichenden Beschlüssen von Bund und Ländern zur Eindämmung der vierten Corona-Welle fordert Grünen-Chef Robert Habeck eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen.

«Die Corona-Situation in Deutschland ist dramatisch», sagte der künftige Vizekanzler der Deutschen Presse-Agentur. «Die beschlossenen Maßnahmen müssen nun umgehend um- und durchgesetzt werden. Denn es gilt jetzt keine Zeit zu verlieren und die vierte Welle abzuflachen.»

Bund und Länder hatten am Donnerstag Maßnahmen vorgestellt, um die Virusausbreitung zu bremsen. Ungeimpften wird im Weihnachtsgeschäft der Zutritt zu den meisten Läden verwehrt. Auch Apotheken und Pflegefachkräfte sollen Impfungen übernehmen können, im Dezember kommen Millionen Dosen zusätzlich. Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester wird bundesweit verboten.

Der künftige Wirtschafts- und Klimaschutzminister Habeck räumte ein, dass die Maßnahmen für viele Menschen berufsbedingte Einschnitte und finanzielle Einbußen bedeuteten. Er versprach aber, dass die Wirtschaftshilfen weiterfließen würden, um über den Corona-Winter zu kommen.

Habeck sprach sich erneut für eine allgemeine Impfpflicht aus, über die der Bundestag in den nächsten Wochen abstimmen soll. Sie stelle zwar einen weitgehenden Eingriff in die Freiheit des Einzelnen dar. «Dennoch halte ich es für einen notwendigen Schritt, um Menschenleben zu retten und die Freiheit der Gesellschaft auf Dauer zu gewährleisten», sagte Habeck.

(dpa)

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