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RKI registriert 35 431 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 265,8

08:57
24.12.2021
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 265,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 280,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 331,8 (Vormonat: 404,5). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 35 431 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.54 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 50 968 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 370 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 437 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 959 067 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 4,55 (Mittwoch mit 4,57) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 6 048 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 110 119.

(dpa)

Patientenschützer: Weihnachtsbesuch bei Pflegebedürftigen erschwert

08:57
24.12.2021
Fast alle Pflegeheimbewohner müssen nach Einschätzung der Patientenschützer an den Feiertagen strenge Besuchseinschränkungen hinnehmen. «Vor allem spontane Besuche in den Einrichtungen sind wegen der Corona-Krise leider nur in Ausnahmefällen möglich», sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Dies liege daran, dass die rund 12 000 Einrichtungen mit etwa 820 000 alten und pflegebedürftigen Bewohnern die Corona-Schnelltests vor Ort selbst organisieren müssten und dafür die Kapazitäten fehlten. Gerade angesichts der neuen Omikron-Variante sei es aber wichtig, dass die Tests direkt vor dem Besuch und nicht mit einem größeren zeitlichen Abstand durchgeführt würden. Deshalb sei die Anmeldung von Angehörigen meist nur mit 24-stündiger Ankündigung im Voraus und in einem kurzen Zeitfenster möglich, was weniger Besuche zur Folge habe.

Im vergangenen Jahr hatten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel Soldatinnen und Soldaten in vielen Heimen die Organisation der Schnelltests übernommen und waren laut Brysch für die Bewohnerinnen und Bewohnern als Alltagsbegleiter eine große Hilfe. Er lobte dieses Engagement ausdrücklich: «Ich habe so viele positive Rückmeldungen dazu bekommen - das war ein außerordentliches Geschenk.» Denn Einsamkeit sei die schwerste Last für viele Pflegebedürftige.

Brysch betonte aber auch, dass ein Einsatz in der Altenpflege nicht grundsätzlich Aufgabe der Bundeswehr sein dürfe. Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl (SPD), hatte die andauernde Amtshilfe Tausender Soldaten in der Corona-Krise als zunehmend problematisch kritisiert und mehr ziviles Engagement gefordert. Nicht nur freiwillige Hilfe fehle in der Pflege, betonte Brysch. «Wir brauchen dafür kommunale Taskforces, denn die Altenpflege ist die Achillesferse in der Pandemie.» Die Einrichtungen selbst könnten die durch Corona entstehenden Herausforderungen nicht allein stemmen.

(dpa)

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