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Umfrage: Zwei Drittel sehen Kontaktbeschränkung für Geimpfte positiv

07:55
24.12.2021
Zwei Drittel der Bevölkerung bewerten einer Umfrage zufolge die Kontaktbeschränkung auch für Geimpfte als positiv. Nach der jüngsten Vereinbarung von Bund und Ländern sollen private Treffen bei Geimpften und Genesenen spätestens kurz nach Weihnachten auf maximal zehn Personen beschränkt werden. Knapp die Hälfte (49 Prozent) sehen dies in der Umfrage des Instituts Civey im Auftrag der «Augsburger Allgemeinen» (Freitag) sogar als «sehr positiv». 27 Prozent bewerten diese Kontaktbeschränkung dagegen negativ. Sieben Prozent äußerten sich unentschieden.

Auf dem Bund-Länder-Treffen am Dienstag hatten sich Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen sowie -präsidenten der Bundesländer auf weitere Corona-Maßnahmen geeinigt. Groß ist die Zustimmung für die Kontaktbeschränkung für Geimpfte der Umfrage zufolge vor allem in den politischen Lagern von Grünen, SPD, Union und Linke. Unter Wählerinnen und Wählern der Grünen halten 84 Prozent dies für positiv, lediglich jede und jeder zehnte Befragte äußert sich ablehnend. Zum Vergleich: 68 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der AfD bewerten diese Beschränkung negativ.

Die Umfrage zeigt auch, dass insbesondere ältere Menschen diese Maßnahme positiv sehen. 80 Prozent der Über-65-Jährigen befürworten die Entscheidung der Politik, nach Weihnachten auch für Geimpfte und Genesene private Treffen einzuschränken. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es immer noch 55 Prozent.

(dpa)

«Wirtschaftsweise» erwartet weitere Lieferengpässe durch Omikron

07:54
24.12.2021
Die «Wirtschaftsweise» Monika Schnitzer rechnet mit Auswirkungen der neuen Corona-Variante Omikron auf die Seefrachtzeiten in internationalen Gewässern. Dadurch könnten sich die bereits bestehende Lieferengpässe weiter verschärfen, warnte sie in der «Rheinischen Post» (Freitag). «Die Seefrachtzeiten von China in die USA haben sich durch die Delta-Variante schon von 85 auf 100 Tage erhöht. Das könnte nochmals zunehmen. Auch Europa ist von diesen Problemen betroffen. Die Lage bleibt angespannt», sagte Schnitzer.

Die sogenannten Wirtschaftsweisen sind ein Beratergremium für die Bundesregierung. Der offizielle Name des aus Top-Ökonomen bestehenden Gremiums lautet «Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung».

In der ersten Novemberhälfte hatte das Gremium für 2022 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 4,6 Prozent prognostiziert. Der Zeitung sagte Schnitzer: «Wir rechnen kurzfristig mit einer Stagnation der Wirtschaftstätigkeit, das Vorkrisenniveau wird wohl erst im zweiten Quartal des nächsten Jahres erreicht. Danach wird es wieder aufwärts gehen. Wir erwarten 2022 ein Wachstum von gut vier Prozent.»

Die Corona-Pandemie wirbelt die Fahrpläne der Linienreedereien bereits seit längerem so durcheinander, dass Schiffe und Container oft nicht da sind, wo sie sein sollen. Zudem hat die früh angesprungene Konjunktur vor allem in China und den USA die Nachfrage nach Seetransporten derart erhöht, dass die Kapazitäten mehr als ausgeschöpft sind.

(dpa)

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