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Verschärfte Corona-Regeln: Wirtschaft sieht Betriebe gefährdet

16:15
02.12.2021
Die Verschärfung von Corona-Beschränkungen hat nach Einschätzung der Südwest-Wirtschaft schwerwiegende Folgen für Betriebe. Schließungen von Weihnachtsmärkten, Bars und Clubs werden «vielfach an die Existenzbedrohung gehen», wie der der Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), Wolfgang Grenke, am Donnerstag in Stuttgart sagte.

Regelungen wie 2G- oder 2Gplus träfen viele Betriebe im Land bereits hart, sagte Grenke. Bund und Länder hatten sich auf bundesweit deutlich schärfere Vorgaben und Einschränkungen im Kampf gegen die neu aufgeflammte Corona-Pandemie verständigt. In Läden - mit Ausnahme solcher für den täglichen Bedarf wie Lebensmittel - kommen nur noch Geimpfte oder Genesene (2G). Bei der Regelung 2Gplus ist zudem ein aktueller Test nötig.

Angekündigte Verbote und Einschränkungen zum Beispiel für Weihnachtsmärkte, Fußballspiele oder Clubs sollen nach den Planungen der baden-württembergischen Landesregierung von diesem Samstag an gelten.

(dpa/lsw)

Modehandel fordert Schadenersatz wegen 2G-Regelung

16:14
02.12.2021
Der Modehandel fordert angesichts der geplanten Einführung der 2G-Regel von der Bundesregierung Schadenersatz für die erwarteten massiven Umsatzeinbußen. Der ohnehin gebeutelten Branche drohe durch die Verschärfung der Corona-Regeln ein weiterer Kundenschwund um 30 Prozent, warnte der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) am Donnerstag. Dies sei für die Unternehmen dramatisch und existenzbedrohend. «Ein vollumfänglicher Ersatz des entstandenen Schadens ist vor diesem Hintergrund das Mindeste, was wir von der Politik verlangen!», sagte BTE-Präsident Steffen Jost.

In den Regionen, wo jetzt schon die 2G-Regel gilt, verzeichnen die Textil- und Schuhhäuser laut BTE Umsatzeinbußen von 30 bis 50 Prozent. Da die Kosten unverändert blieben, lande der betroffene Handel damit «zwangsläufig in den roten Zahlen», klagte Jost. Viele Unternehmen würden nach seinen Worten die erneute Beschränkung ohne massive staatliche Hilfen nicht überleben. Die Branche müsse dafür büßen, dass die Politik es nicht geschafft habe, die Kapazitäten in den Krankenhäusern auszubauen oder zumindest stabil zu halten und ausreichende Teile der Bevölkerung von der Impfung zu überzeugen, klagte Jost. «Stattdessen müssen wir im wichtigen Weihnachtsgeschäft als Hilfs-Sheriffs die Ungeimpften an unseren Türen stoppen und unangenehme Diskussionen mit Impfgegnern führen.»

(dpa)

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