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RKI ordnet rund 3200 Corona-Fälle Omikron zu - ein Todesfall

15:42
23.12.2021
Innerhalb eines Tages ist die Zahl der sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) um ein Viertel gestiegen. 3198 Fälle würden der neuen Corona-Variante zugeordnet, hieß es am Donnerstag auf einer neuen RKI-Übersichtsseite (Datenstand 22. Dezember). Das seien 810 mehr als am Vortag. Die Angaben beziehen sich laut RKI auf Nachweise mittels vollständiger Erbgutanalysen sowie auf labordiagnostischen Verdacht durch variantenspezifische PCR-Tests. In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der positiven Probe auf Varianten hin untersucht.

Für einen Menschen aus der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre war angegeben, dass er gestorben ist. Von 48 Fällen gab es die Information, dass sie ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Bei 54 lagen Angaben vor, dass es sich um Reinfektion handelt - also eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion.

Eine Grafik zur zeitlichen Entwicklung zeigt einen recht steilen Anstieg der wöchentlich gemeldeten Zahlen in Verbindung mit Omikron. Während für die Woche bis 21. November ein Fall ausgewiesen wird, sind es für vergangene Woche bereits über 1800. Für die laufende Woche rechnet das RKI mit einer «hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen».

In absoluten Zahlen entfallen laut RKI die meisten bisherigen Meldungen, die Omikron zugeordnet werden, auf Nordrhein-Westfalen mit mehr als 1100. Es folgen Bayern mit knapp 600 und Hamburg mit rund 460. Aus anderen Bundesländern wie dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen wurden hingegen nur Einzelfälle berichtet. Angaben zur Häufigkeit von Tests auf Varianten je nach Land wurden nicht gemacht.

«Die Daten wurden nicht validiert und unterliegen damit noch möglichen Korrekturen und nachträglichen Änderungen», schreibt das RKI einschränkend. Eine Einschätzung der epidemiologischen Situation werde im Wochenbericht vorgenommen. Dieser erscheint donnerstagabends.

(dpa)

Menschenkette für Solidarität in der Pandemie geplant

15:22
23.12.2021
Als Zeichen gegen die zunehmend aggressiven Protestveranstaltungen von Gegnern der Corona-Politik soll am kommenden Montagabend eine Menschenkette um das Mannheimer Rathaus gebildet werden. Zugleich werden in der Quadratestadt wieder als «Spaziergänge» bezeichnete Ansammlungen von Gegnern der Corona-Maßnahmen erwartet. Diese überwiegend im Internet beworbenen Aufzüge sind von der Stadt untersagt.

Die Veranstalter der Menschenkette, die grünen Stadträte Gerhard Fontagnier und Chris Rihm, haben 300 Teilnehmer für die Aktion unter dem Motto «Uffbasse» angemeldet. Sie wollten deutlich machen, dass in Mannheim kein Platz für Hass, Hetze und Gewalt sei.

Fontagnier sieht ein gewisses Konfliktpotenzial zwischen den beiden Gruppen. Man habe aber aus Sicherheitsgründen schon einen Kompromiss gemacht: Zunächst sei eine Menschenkette zwischen Wasserturm und Rathaus geplant gewesen. Die Polizei hätte bei dieser Variante im Ernstfall aber weniger Möglichkeiten des Eingreifens als bei der jetzt vereinbarten Aktion gehabt. Bei der Menschenkette solle in Stille der Opfer der Pandemie in Mannheim gedacht und den Menschen im Gesundheitswesen Respekt gezollt werden.

In Mannheim war es in den vergangenen zwei Wochen zu Auseinandersetzungen zwischen Gegnern der Corona-Politik und der Polizei gekommen. Am vergangenen Montag wurden dabei 15 Polizisten verletzt.

(dpa)

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