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Pandemie: Der Südwesten hofft auf Fachkräfte aus dem Ruhestand

15:22
23.12.2021
Im Südwesten steht das Gesundheitswesen wegen der Corona-Pandemie unter Druck. Um Abhilfe zu schaffen, könnten Pflegekräfte vorübergehend aus dem Ruhestand zurückkehren und das System stützen.

Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Corona will personelle Engpässe an Kliniken und Pflegeeinrichtungen lindern, indem sie für eine Rückkehr von Fachkräften aus dem Ruhestand wirbt. «Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Studierende mit Fachkenntnissen und weitere Freiwillige, insbesondere im Gesundheits- und Pflegebereich sind aufgerufen, sich zu melden», heißt es in einer entsprechenden Mitteilung vom Donnerstag.

Den Angaben zufolge stehen dazu zwei Plattformen zur Verfügung. Zum einen handelt es sich um «IZ Med» der Landesärztekammer und zum anderen um «#pflegereserve».

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) bedankte sich im Namen der Arbeitsgemeinschaft bei den Fachkräften. «Nur weil jeder von Ihnen einen so großartigen Beitrag geleistet hat, ist es uns in Baden-Württemberg gelungen, dass unser Gesundheitswesens nicht zusammengebrochen ist.»

Weitere Anstrengungen seien jedoch notwendig. Vor allem die laufende Impfkampagne müsse nun weiter vorangebracht werden. Dazu brauche es mehr Personal. Viele Pflegekräfte, die aktuell nicht in der Pflege arbeiten, hätten das Land bereits während voriger Corona-Wellen unterstützt und in Kliniken sowie stationären und ambulanten Einrichtungen ausgeholfen.

«Mit Blick auf die nun schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante wende ich mich erneut an die Menschen im Land und bitte sie um Unterstützung unserer medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Wir brauchen zusätzliche Fachkräfte aus dem pflegerischen Bereich», wird Lucha in der Mitteilung zitiert. Auch Personen mit hauswirtschaftlicher Erfahrung und Freiwillige, die etwa in der Kantine helfen können, seien willkommen.

Die AG Corona ist Anfang 2020 in Baden-Württemberg erstmals zusammengetreten. Mitglieder sind neben dem Gesundheitsministerium unter anderem auch kommunale Landesverbände, die Kassenärztliche Vereinigung, die baden-württembergische Krankenhausgesellschaft, die Ärzte- und Apothekerschaft und Krankenkassen.

(dpa)

Umfrage: Politiker feiern Weihnachten «im kleinen Kreis»

13:40
23.12.2021
Keine Fernreisen, kein Extremsport, keine Partys - Politiker wollen an diesem Weihnachten in der andauernden Corona-Krise Vorbilder sein und feiern das Fest fast immer «im kleinen Kreis». Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Nachrichtensenders «Welt», auf die einige prominente und weniger prominente Bundespolitiker geantwortet haben. «Ruhig, familiär, kleiner Kreis» - die knappe Antwort des FDP-Finanzministers Christian Lindner steht stellvertretend für die Feiertagspläne der Politiker-Zunft.

«Das war ein hektisches Jahr für alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Politik. Die Wahlen stecken vielen noch in den Knochen - mir auch. Und deswegen ist jetzt ein bisschen Ruhe angebracht», meinte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Omid Nouripur, Kandidat für den Parteivorsitz der Grünen, will zwar «viel singen», aber mit Abstand oder nur innerhalb der Familie. Die Befragten betonten, dass alle, die im kleinen Kreis zusammentreffen, geimpft oder sogar schon geboostert sind - und dass zusätzlich Corona-Schnelltests zum Einsatz kommen. AfD-Politiker werden in der Umfrage nicht zitiert.

Konkrete Angaben zum Festtagsmenü wurden nur selten und dann von Liberalen gemacht. Der Neu-Bundestagsabgeordnete Jens Teutrine freut sich - im kleinen Kreis - auf «schlesische Weißwurst», während Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (beide FDP) am ersten Weihnachtstag für seine Frau eine Entenbrust brutzeln will.

(dpa)

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