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20211223115517

Zahl der Corona-Toten in Südkorea auf Tagesrekord

08:51
23.12.2021
In Südkorea ist die Zahl der Corona-Toten auf einen Tagesrekord gestiegen. Wie die Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention am Donnerstag mitteilte, stieg die Zahl innerhalb von 24 Stunden um 109 weitere Sterbefälle auf 5015. So viele Tote an einem Tag hat es seit Ausbruch der Pandemie nicht gegeben. Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages sank von über 7400 am Vortag auf rund 6900 Fälle, die meisten davon mit der Delta-Variante.

Die asiatische Wirtschaftsnation meldete zudem 12 neue Fälle mit der Omikron-Variante, womit sich die Gesamtzahl auf nun 246 nachgewiesene Fälle beläuft. Insgesamt habe sich jedoch der Aufwärtstrend dank Auffrischungsimpfungen und verschärften Restriktionen abgeschwächt, zitierte die Nachrichtenagentur Yonhap einen Vertreter der Behörde.

Südkorea, das bisher im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen ist, hatte erst kürzlich erneut die Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen verschärft. Vor allem der Umfang privater Treffen und die Geschäftszeiten im Gastronomiebetrieb wurden stärker eingeschränkt. Erst Anfang November hatte das Land die Beschränkungen gelockert.

(dpa)

Studie: Mehr problematische Handy-Nutzung in der Pandemie

08:47
23.12.2021
Forscher der Ruhr-Universität Bochum sehen einen Zusammenhang zwischen «problematischer» Smartphone-Nutzung und dem Gefühl des Kontrollverlustes während der Pandemie. Die Studie wurde am Mittwoch in der Fachzeitschrift «PLOS ONE» publiziert. «Mit der Kontrolle in der Onlinewelt versuchten die Befragten den Kontrollverlust durch Corona auszugleichen», beschreibt Mitautorin und Psychologin Julia Brailovskaia den Effekt.

Frühere Studien haben gezeigt, dass die Smartphone-Nutzung in der Pandemie stark gestiegen ist. Während der Online-Umfrage im Frühjahr 2021 haben die 516 Befragten am Tag im Durchschnitt ihr Handy 3,14 Stunden genutzt. Dabei reichte die Spanne von minimal 6 bis maximal 418 Minuten (knapp sieben Stunden). Das Handy könne helfen, tägliche Routinen und soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, schreiben die Autoren. Problematisch werde es, wenn dadurch Beziehungen, Arbeit oder geistige oder körperliche Gesundheit beeinträchtigt würden.

Die Forscher baten die Probanden nicht nur, ihre Smartphone-Nutzung anzugeben. Sie mussten auch Fragen beantworten zu dem Gefühl, wenig Kontrolle zu haben, der Angst, etwas zu verpassen, und wiederkehrenden negativen Gedanken. Dabei habe sich ein statistischer Zusammenhang zwischen einem problematischen Smartphonegebrauch und diesen Faktoren gezeigt. Das sei aber kein Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang, betonen die Autoren.

Brailovskaia sprach von einer zum Teil suchtartigen Nutzung des Smartphones. Der intensive Gebrauch sei nicht hinterfragt worden. Die Befragten hätten aggressiv reagiert, wenn sie von ihrem sozialen Umfeld auf die hohe Nutzung angesprochen wurden. Frühere Studien haben laut Brailovskaia gezeigt, dass Bewegung und Sport helfen, um problematische Handynutzung zu reduzieren. «Es ist banal, aber beim Sport kann ich nicht online sein», sagte die Forscherin der dpa.

(dpa)

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