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«Nichts ist gut genug»: Biden reagiert auf Mangel an Corona-Tests

05:24
23.12.2021
US-Präsident Joe Biden hat Fehler bei der Beschaffung von Corona-Tests eingeräumt. Zwar glaube er nicht, dass es sich um schweres Versagen handele, sagte er dem Sender ABC zufolge am Mittwoch in einem Interview. Auf die Frage, warum Tests ausgerechnet an Weihnachten fehlten und nicht eher beschafft worden seien, antwortete er aber: «Man könnte argumentieren, dass wir es vor einem Jahr, vor sechs Monaten, vor zwei Monaten, vor einem Monat hätten wissen müssen.» Biden hatte am Dienstag angekündigt, ab Januar würden eine halbe Milliarde kostenlose Selbsttests zur Verfügung stehen. Nun sagte der Demokrat, er wünschte, er hätte dies bereits vor zwei Monaten angeordnet.

Der ABC-Moderator sprach ihn auf die leeren Regale in Apotheken an und fragte, ob das gut genug sei. «Nein, nichts ist gut genug», entgegnete der Präsident. «Aber sehen Sie sich an, wo wir stehen. Letztes Weihnachten waren wir in einer Situation, in der wir deutlich weniger geimpfte Menschen hatten, die Notaufnahmen waren voll», so Biden. «Jetzt sind wir in einer Situation, in der 200 Millionen Menschen vollständig geimpft sind.» Die Quote zweifach Geimpfter in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, liegt bei knapp 62 Prozent.

In den vergangenen Tagen hatte es vor Testzentren im ganzen Land lange Schlangen gegeben. Tests waren teilweise ausverkauft oder nur sehr teuer zu haben. Mittlerweile ist in den USA die Omikron-Variante dominant - die Zahl der Neuinfektionen steigt. Gleichzeitig wollen viele Menschen ihre Familien an Weihnachten besuchen und mit einem Corona-Test lieber auf Nummer sicher gehen.

(dpa)

Oberstes Gericht setzt Anhörung zu Bidens Impfvorschriften an

05:23
23.12.2021
Die von US-Präsident Joe Biden vorangetriebenen Impf- und Testvorschriften im Kampf gegen das Coronavirus sind ein Fall für das Oberste Gericht des Landes. Der Supreme Court kündigte am Mittwoch eine Anhörung dazu für den 7. Januar an. Bidens Regierung hatte eine Impf- oder Testpflicht für große Unternehmen und eine Impfpflicht für Beschäftigte des Gesundheitswesens erlassen. Republikanisch regierte Bundesstaaten, Unternehmen und religiöse Gruppen gingen juristisch dagegen vor. Die Prüfung der Anträge auf Aussetzung dieser Vorschriften sei nun bis zur mündlichen Verhandlung verschoben, so das Oberste Gericht.

Medienberichten zufolge ist der baldige Termin für eine solche Anhörung ungewöhnlich. Er lasse darauf schließen, dass das Gericht in der Sache schnell entscheiden wolle. Dabei geht es zum einen um eine Vorschrift, wonach Arbeitgeber mit hundert oder mehr Beschäftigten sicherstellen müssen, dass ihre Angestellten geimpft sind oder sich regelmäßig testen lassen. Außerdem geht es um Impfvorschriften für Beschäftigte im Gesundheitswesen, deren Einrichtungen Bundesmittel der öffentlichen Krankenversicherungen Medicare und Medicaid erhalten.

(dpa)

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