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20211222095718

Handel begrüßt Verzicht auf Lockdown und will mehr Geld

09:16
22.12.2021
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat begrüßt, dass Bund und Länder bei ihrem neuen Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Corona-Krise auf einen erneuten Lockdown im Einzelhandel verzichtet haben. Angesichts der Fortsetzung der 2G-Regelung in weiten Teilen des Einzelhandels benötige der Handel aber nun schnell weitere staatliche Wirtschaftshilfen, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Mittwoch in Berlin. «Da die staatlichen Maßnahmen fortgesetzt werden, ist eine Anpassung der Wirtschaftshilfen längst überfällig.» Andernfalls sei in den nächsten Wochen eine Verschärfung der Existenznot im Einzelhandel zu befürchten.

Laut einer aktuellen HDE-Trendumfrage sieht die Hälfte der Non-Food-Händler ihre Existenz bei anhaltenden 2G-Vorgaben für Geschäfte in Gefahr. «2G wirkt sich negativ auf Kundenfrequenzen und Umsätze aus, ganz besonders in den Innenstädten. Diese Entwicklung ist im laufenden Weihnachtsgeschäft deutlich zu beobachten», sagte Genth.

In ihrer derartigen Form gingen die Hilfen der Bundesregierung an der Lebensrealität der Händlerinnen und Händler vorbei. «Die Eintrittshürden sind zu hoch angesetzt, die Antragsprozesse zu komplex und die Bearbeitungsdauer zu lang», klagte Genth. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf.

Außerdem dürfe die bestehende Höchstgrenze für Hilfszahlungen nicht unverändert beibehalten werden. «Der Handel hat mehrere Lockdowns hinter sich. Im Zuge der Schließungen haben viele Händler die Höchstgrenze bereits ausgeschöpft», sagte Genth. Er verlangte eine Verdoppelung der Höchstgrenze.

(dpa)

Omikron: Industrie sorgt sich um internationalen Warenaustausch

08:53
22.12.2021
Angesichts der Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron sorgt sich die deutsche Industrie um den internationalen Warenaustausch. Industriepräsident Siegfried Russwurm sagte am Mittwoch in Berlin: «Den Unternehmen bereitet Sorge, dass die sich verschärfende Corona-Lage erneut zu Einschränkungen in der internationalen Logistik und den grenzüberschreitenden Lieferketten führen könnte.» Die Bundesregierung müsse dafür einstehen, dass der internationale Warenaustausch mit EU-Risikogebieten und wichtigen internationalen Handelspartnern intakt bleibe. Die EU sollte die Grenzen im Binnenmarkt offen halten.

Russwurm sagte weiter, Bund und Länder müssten die kommenden Wochen mit gezielten Eindämmungsmaßnahmen nutzen, um lang anhaltende und irreparable Schäden für Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland zu vermeiden. Bund und Länder hatten am Dienstag Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens beschlossen. Sie sollen aber erst nach Weihnachten gelten.

Die Wirtschaft sehe eine allgemeine Impfpflicht weiterhin als Ultima Ratio zur Pandemiebekämpfung an, so Russwurm. «Ziel muss sein, durch eine hohe Impfquote weiteren Corona-Wellen bestmöglich vorzubeugen. In der Zwischenzeit darf eine kleine Gruppe von Impfverweigerern nicht eine Gesellschaft mit mehrheitlich Geimpften lähmen. Es gilt, weitere unnötige Schäden und Opfer zu vermeiden.»

(dpa)

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