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Wut-Video aus der Leichenhalle - Hausverbot für Uni-Mitarbeiterin

13:24
02.12.2021
Ein Wut-Video aus der Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München sorgt für Furore. Darin macht eine Mitarbeiterin in der Leichenhalle ihrem Ärger über die Corona-Politik Luft. Sie kritisiert, dass ungeimpfte, medizinische Mitarbeiter jetzt selbst für einen PCR-Test zahlen müssten und gibt an, dass nur drei der 22 Toten in den Leichenschränken, auf die sie Kamera hält, an Corona gestorben seien. Die Uni distanzierte sich «aufs Schärfste von dem Inhalt des Videos».

«Wir haben den Notstand in Deutschland nicht wegen Corona, sondern wegen dem Fachkräftemangel», sagt sie beispielsweise und dass der Corona-Impfstoff die Blutgerinnung anrege. «Wollen wir Kranken helfen? Oder wollen wir einfach nur alle dazu zwingen, sich impfen zu lassen?», fragt die Frau.

Die Uni bestätigte, dass das Video in den Räumen des pathologischen Instituts aufgenommen worden sei. Der Mitarbeiterin sei ein Hausverbot erteilt worden, außerdem wurde sie den Angaben zufolge mit sofortiger Wirkung freigestellt. «Eine fristlose Kündigung wird darüber hinaus auf den Weg gebracht», heißt es in der Mitteilung.

Und weiter: «In der derzeitigen Lage kommt es auf die Umsicht und Rücksicht aller an, um kranken Menschen bestmöglich zu helfen und das stark belastete Personal im Gesundheitswesen zu unterstützen. Die Verbreitung von solchen Videos trägt dazu sicherlich nicht bei.»

(dpa)

Lindner argumentiert für Corona-Impfpflicht - «ist verhältnismäßig»

13:22
02.12.2021
Der FDP-Bundesvorsitzende und designierte Bundesfinanzminister Christian Lindner macht sich angesichts der Corona-Lage für eine allgemeine Impfpflicht stark. Zu einer entsprechenden Ankündigung des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) sagte Lindner am Donnerstag auf Bild Live: «Ich sage offen, dass meine Richtung auch die einer Impfpflicht ist.» Allerdings kenne er die Anträge dazu noch nicht.

Lindner hatte sich lange gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Er habe auf eine Impfquote von 85 Prozent gehofft und sei «enttäuscht, dass die Impfbereitschaft so gering ist», sagte er am Donnerstag.

«Wir kommen deshalb immer wieder in diese Situationen wie jetzt, wo Freiheiten für alle eingeschränkt werden müssen», sagte Lindner. Er verwies auch auf ausreichende Erfahrungen mit den Impfstoffen. «Wir müssen uns öffnen für eine solche Impfpflicht. Es ist ein scharfes Schwert, aber ich glaube es ist verhältnismäßig.»

Zu Forderungen nach einem Lockdown zur Bekämpfung der vierten Corona-Welle sagte Lindner: «Ich höre schon, dass viele in diesen Tagen nach einem Lockdown rufen und ich halte das für eine Ultima Ratio, das hatten wir ja auch schon.» Er erinnerte daran, wie lange es nach dem November-Lockdown des vergangenen Jahres gedauert habe, das gesellschaftliche Leben wieder zu öffnen.

(dpa)

Erster Fall von Omikron auf Mallorca nachgewiesen

11:48
02.12.2021
Auch auf der bei Deutschen beliebten Urlaubsinsel Mallorca ist ein erster Fall der neuen Virusvariante Omikron nachgewiesen worden. Die Mutation des Coronavirus sei bei einer 20-jährigen Schweizerin festgestellt worden, die von Südafrika über Frankfurt am Main auf die Insel gereist sei, berichtete die «Mallorca-Zeitung» am Donnerstag.

In Deutschland sei ein Corona-Test der vollständig geimpften Reisenden noch negativ ausgefallen, bei einem weiteren Test auf Mallorca dann aber positiv. Mit ihrem Begleiter, dessen Test negativ gewesen sei, müsse die Frau nun zwei Wochen in Quarantäne. Auf dem spanischen Festland waren schon in den vergangenen Tagen zuvor mehrere Omikron-Fälle registriert worden.

Die Corona-Zahlen sind in Mallorca wie im Rest des Landes mit einer Impfquote von fast 80 Prozent angestiegen, jedoch nicht so stark wie etwa in Deutschland. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt auf der Insel derzeit bei 140. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, soll auf Mallorca nach dem Willen der Regionalregierung künftig die Vorlage eines Corona-Passes (3G-Regel) beim Betreten von Kneipen, Restaurants, Fitnessstudios und anderen Innenräumen mit einer Kapazität von mehr als 50 Personen Pflicht werden. Eine Entscheidung der Justiz zu dem Vorhaben stand aber noch aus.

(dpa)

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