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Ministerpräsidenten beraten mit Scholz über Omikron-Gefahr

15:21
21.12.2021
Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) haben am Dienstagnachmittag ihre Krisengespräche zur drohenden fünften Corona-Welle begonnen. Die Chefinnen und Chefs der Landesregierungen hatten in einer Videokonferenz zuvor bereits allein über schärfere Maßnahmen gegen die rasante Ausbreitung der Virusvariante Omikron beraten.

Kurz vor der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hatte das Robert Koch-Institut (RKI) wegen der Omikron-Gefahr sofortige maximale Kontaktbeschränkungen gefordert. Der MPK-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) appellierte an Bund und Länder, einen möglichst hohen Schutzwall gegen die befürchtete Omikron-Welle zu bauen.

(dpa)

Grünen-Experte wirbt für mögliche Corona-Nachsteuerungen

15:21
21.12.2021
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen wirbt wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante für schnelle Nachsteuerungen bei Corona-Beschränkungen. Von Bund und Ländern vorgesehene Maßnahmen müssten zügig umgesetzt werden, sagte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin». Sollte das nicht reichen, müssten notfalls auch über die Feiertage Parlamente von Bund und Ländern zusammentreten, um weitergehende Maßnahmen zu beschließen. «Es kann durchaus sein, dass wenn sich das mit Omikron weiter verschärft - und es ist zu befürchten -, dass man dann auch die epidemische Lage wieder beschließen müsste.»

Die neue Variante sei aufbauend auf den hohen Fallzahlen der aktuellen Welle mit der Delta-Variante eine «zusätzliche gravierende Gefahr». Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Dahmen: «Wir müssen nach Weihnachten sofort in der Lage sein, einen weitergehenden Lockdown zu beschließen, sollte sich die Lage zuspitzen.»

Die neue Ampel-Koalition hatte die vom Bundestag festgestellte «epidemische Lage von nationaler Tragweite» als Rechtsgrundlage für umfassende Corona-Beschränkungen Ende November auslaufen lassen. Über das Infektionsschutzgesetz sind zahlreiche Maßnahmen weiter möglich, aber etwa keine pauschalen Schließungen von Schulen und Geschäften. Vor allem unionsgeführte Länder fordern erneut die Feststellung der «epidemischen Lage», um alle Möglichkeiten zu haben.

(dpa)

Gesundheitsminister: Omikron-Variante dominiert in Dänemark

15:05
21.12.2021
Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Dänemark nach Angaben von Gesundheitsminister Magnus Heunicke mittlerweile die vorherrschende Variante. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI komme zu der Einschätzung, dass Omikron schon jetzt die dominierende Virus-Variante im Land sei und sich weiter ausbreite, schrieb Heunicke am Dienstag auf Twitter. Er ergänzte, man sehe eine Epidemie im Wachstum, am Dienstag sei eine Rekordzahl von 13 558 bestätigten Corona-Fällen dazugekommen.

Bis Montag hatte das SSI rund 23 000 Omikron-Fälle registriert, darunter 1270, die per Gesamtgenomsequenzierung bestätigt wurden, sowie knapp 21 800, die per Varianten-PCR-Test nachgewiesen wurden. Wie aus dem jüngsten SSI-Bericht zur Omikron-Ausbreitung vom Montag hervorgeht, machten Omikron-Fälle am 15. Dezember rund 44 Prozent aller Corona-Neuinfektionen aus. Für die Folgetage warteten die Wissenschaftler noch auf ausstehende Daten. Die Tendenz zeigte steil nach oben. Der aktuelle Bericht zum Dienstag war am Nachmittag noch nicht veröffentlicht.

Dänemark hatte in den vergangenen Tagen immer neue Rekordwerte bei den Neuinfektionszahlen gemeldet und verschärfte Beschränkungen eingeführt. Im europäischen Vergleich steht das skandinavische Land bei der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz des gesamten Europäischen Wirtschaftsraumes.

(dpa)

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