Letztes Update:
20211221054605
Kapitel

Montag, 20. Dezember

Rund 17 000 Menschen bei Corona-Protesten in Mecklenburg-Vorpommern

20:32
20.12.2021
 In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen und eine Impfpflicht weiter gestiegen. Wie Polizeisprecher sagten, beteiligten sich am Montagabend rund 17 000 Menschen in 20 Städten an angemeldeten Lichterspaziergängen, Kundgebungen und nicht angemeldeten Veranstaltungen. Das waren erneut mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor, als laut Polizei etwa 7000 Menschen teilnahmen. Größere Proteste gab es unter anderem in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Waren an der Müritz. Die Polizei registrierte bis zum frühen Abend nur vereinzelte Verstöße gegen Auflagen.

Mit rund 10 000 Teilnehmern kamen die meisten Menschen in Rostock zusammen. Die Polizei wies per Lautsprecher darauf hin, dass die Veranstaltung nicht genehmigt sei. Es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizisten. Auf Plakaten stand etwa «Wir sind alle nicht an der Zwangsimpfung interessiert» oder «Corona-Terror. Erst der Maulkorb. Dann die Freiheitsberaubung. Jetzt die Impfpflicht?» Zudem hatten sich mehrere Hundert Demonstranten am Markt versammelt und Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) aufgefordert, sich zu zeigen. Unklar war, ob er überhaupt im Rathaus war.

In Schwerin protestierten etwa 2500 Menschen. Masken wurden ungeachtet der Empfehlung von Behörden nicht getragen, Abstände nur selten eingehalten. Ähnlich war es in Greifswald, wo sich mehrere Hundert Menschen zu einem Protestzug versammelten.

Die Intensivbetten für Covid-Patienten sind in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales inzwischen vollständig ausgelastet. Am Montag lagen dort demnach 100 Covid-Patienten - vier mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten mit Covid-19 in den Krankenhäusern stieg auf 415, das waren 28 mehr als am Sonntag, wie es hieß.

(dpa)

Mehrere Tausend protestieren in Sachsen-Anhalt gegen Corona-Politik

20:31
20.12.2021
In Sachsen-Anhalt sind erneut Tausende Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. In Magdeburg trafen sich laut Polizei am Montag rund 3000 Menschen zu einer nicht angemeldeten Demonstration am Domplatz. Sie seien auf Abstand gelaufen, die Menschen verhielten sich friedlich, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem versammelten sich den Angaben nach rund 50 Menschen bei einer angemeldeten Kundgebung in der Landeshauptstadt.

In Halle zogen nach ersten Angaben der Polizei mehrere Hundert Teilnehmer durch die Stadt. Im Vergleich zur Vorwoche seien es mehr, sagte eine Polizeisprecherin. Der Protest richtete sich den Angaben zufolge unter anderem gegen eine Impfpflicht gegen das Corona-Virus.

In Halberstadt (Landkreis Harz) gingen laut Polizei rund 1200 Menschen gegen die Corona-Politik in Deutschland auf die Straße. Die Aktion sei nicht angemeldet worden, sagte die Polizeisprecherin.

Im Osten des Landes gingen nach Angaben einer Polizeisprecherin in Wittenberg rund 2400 Menschen auf die Straße, in Bitterfeld etwa 950 Menschen und in Köthen 450 Menschen. Auch in Dessau und Zerbst liefen Protestaktionen.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden