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20211220182557

WHO: besser Ungeimpfte von Impfung überzeugen als boostern

17:49
20.12.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, Auffrischimpfungen als Allheilmittel auf dem Weg aus der Corona-Pandemie zu sehen. Sie spricht sich zugleich gegen Booster für die gesunde Bevölkerung aus, weil damit der Impfstoff zur Versorgung der ganzen Welt mit Erst- und Zweitimpfungen noch knapper werde. Statt Gesunde zu Boostern, sollten die Länder mehr tun, um Ungeimpfte zu erreichen, im eigenen Land und im Rest der Welt, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

Die Frage der Auffrischimpfungen ist demnach direkt mit der Frage einer gerechten Impfstoffverteilung verbunden. Die WHO hat seit Monaten davor gewarnt, dass sich in Ländern, deren Bevölkerungen nicht ausreichend geimpft sind, gefährliche Virus-Varianten entwickeln können.

Während nach den WHO-Zahlen in Deutschland 160 Impfdosen pro 100 Einwohner vergeben worden sind, waren es etwa in Kamerun 3,7, im Tschad 1,7 und in der Demokratischen Republik Kongo 0,29.

«Wenn wir nicht versuchen, die Ungeimpften zu impfen, kann es sein, dass wir das gewünschte Ziel nicht erreichen», sagte Tedros. Auf den Intensivstationen der Länder, die jetzt umfangreiche Booster-Kampagnen gestartet hätten, lägen überwiegend Ungeimpfte. «Menschen sterben, weil sie nicht geimpft sind, nicht, weil sie nicht geboostert sind», sagte Tedros.

Tedros warnte, dass die Infektionszahlen durch große Feiern über die Festtage weiter anziehen werden. Um den Trend zu ändern, sei es besser, Feiern zu verschieben oder abzusagen.

(dpa)

Omikron-Welle ante portas - Kabinett berät Corona-Lage

16:55
20.12.2021
Wie gefährlich ist die Omikron-Variante? Wie schnell wird sie sich ausbreiten? Ist ein neuer Lockdown erforderlich? Mit diesen Fragen muss sich die Landesregierung bei der letzten Kabinettssitzung vor Weihnachten am Dienstag beschäftigen. Im Anschluss (12.00 Uhr) wollen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manfred Lucha (beide Grüne) die Öffentlichkeit informieren. Kretschmann wird am Dienstag zudem mit den anderen Regierungschefs und -chefinnen der Länder und Kanzler Olaf Scholz (SPD) über verschärfte Corona-Beschränkungen beraten.

Das Landeskabinett will zudem eine Strategie für Sicherheit im Netz beschließen. Etwa 50 Mal pro Jahr soll demnach ein Lagebild zur Gefährdung im Cyberraum erstellt werden, heißt es in einer Vorlage des Innenministeriums. Darüber hinaus soll innovative Forschung gefördert werden, die Sicherheitsbehörden sollen personell wie technisch gestärkt werden, ebenso wie der Verbraucherschutz. IT-Experten der Landesverwaltung sollen zudem bei zivilen Unternehmen hospitieren und umgekehrt.

(dpa)

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