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20211220165549

RKI: Hohes Risiko für zweifach Geimpfte und Genesene wegen Omikron

16:54
20.12.2021
Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus hat das Robert Koch-Institut (RKI) seine Risikobewertung verschärft. Für zweifach Geimpfte und Genesene werde die Gefahr einer Ansteckung nun als hoch angesehen, teilte das RKI am Montag auf Twitter mit. Für Ungeimpfte bleibt es demnach «sehr hoch». Für Geimpfte mit Auffrischimpfung (Booster) schätzt das Institut die Gefährdung hingegen als moderat ein. Insgesamt werde die Gefährdung der Bevölkerung als «sehr hoch» eingeschätzt, schreibt das Institut in seiner geänderten Risikobewertung. Es warnt vor schlagartiger Erhöhung der Fallzahlen und rascher Überlastung der Versorgung.

«Ursächlich hierfür ist das Auftreten und die rasante Verbreitung der Omikronvariante, die sich nach derzeitigem Kenntnisstand (aus anderen Ländern) deutlich schneller und effektiver verbreitet als die bisherigen Virusvarianten», schreibt das RKI. Die aktuelle Entwicklung sei «sehr besorgniserregend». Zu befürchten sei bei weiterer Verbreitung von Omikron eine weitere Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle und ein Überschreiten der deutschlandweit verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten.

Im Wochenbericht von vergangenem Donnerstag hatte es noch geheißen, das RKI schätze die Gefährdung für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland «insgesamt als sehr hoch ein». Für vollständig Geimpfte war sie darin als moderat angesehen worden, steige aber mit zunehmenden Infektionszahlen an.

(dpa)

Bund und Länder beraten über weitere Corona-Kontaktbeschränkungen

16:53
20.12.2021
Im Kampf gegen die befürchtete neue massive Corona-Welle beraten Bund und Länder am Dienstag (16.00 Uhr) über schärfere Beschränkungen zum Jahreswechsel. Im Fokus der Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) soll die Reduzierung privater Kontakte auch für Geimpfte und Genesene nach Weihnachten und zu Silvester stehen. Im Gespräch sind auch Schließungen von Clubs und Diskotheken.

Die Politik reagiert damit auf einen eindringlichen Aufruf des neuen Corona-Expertenrats der Bundesregierung. Deutschland droht laut den Experten durch die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante eine «neue Dimension» des Pandemiegeschehens.

Ein Weihnachtsfest im Kreis der Familie werde dieses Jahr zwar möglich sein, hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gesagt. Aber Kontakte müssten reduziert werden. Wüst ist aktuell Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz. Kanzler Scholz hatte am Montag gesagt: «Das Ergebnis wird sein, dass wir, glaube ich, ein konsensuales Vorgehen festlegen können.» Er kündigte an, dass es auch um den Schutz wichtiger Infrastruktur gehe, deren Betrieb durch zunehmende Krankheitsfälle gefährdet werden könnte. Gemeint ist damit etwa die Arbeit von Sicherheitsbehörden, Krankenhäusern und Energieversorgern.

Die Regierungschefs und -chefinnen der Länder beraten am Dienstag zunächst untereinander, bevor Kanzler Scholz zugeschaltet wird.

(dpa)

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