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Impf-Appell von Olaf Scholz vor allem bei Jüngeren ein Quotenhit

09:53
02.12.2021
Die TV-Aktion von Joko und Klaas zum Thema Corona mit dem designierten Bundeskanzler Olaf Scholz, einer Long-Covid-Patientin und einem Intensivmediziner war vor allem beim jüngeren Publikum ein Hit.

Insgesamt 1,92 Millionen (6,3 Prozent) verfolgten am Mittwochabend ab 20.15 Uhr die ProSieben-Sendung «Joko und Klaas 15 Minuten live». Bei der Gruppe im Alter zwischen 14 und 49 waren es 1,51 Millionen, was eine sehr starke Einschaltquote von 19,2 Prozent bedeutete. Der Clip erzielte bei Youtube bis Donnerstagvormittag rund 350 000 Klicks.

In der Sendung hatte Olaf Scholz (SPD) einen eindrücklichen Impf-Appell an die Fernsehzuschauer gerichtet: «Mir ist wichtig, dass jede und jeder, der kann, sich impfen lässt. Nur das hilft.» Zuvor hatte unter anderem die 23 Jahre alte Betroffene Luisa ihre Leidensgeschichte mit Covid-19 geschildert: «Ich hab vorher sehr viel Sport gemacht und mich sehr gut ernährt. Und ich dachte ehrlich nicht, dass mich etwas so aus der Bahn werfen würde und dass ich bis heute - anderthalb Jahre später - immer noch dran bin mit Therapien und nicht so gut stehen kann.»

(dpa)

Bund und Länder erwägen 30-Prozent-Deckel für Großveranstaltungen

09:53
02.12.2021
Bund und Länder erwägen eine Begrenzung der Zuschauerkapazitäten bei überregionalen Sport-, Kultur- und anderen Großveranstaltungen auf 30 Prozent. Das geht aus einer vorläufigen Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Runde hervor, die am Donnerstag erneut zu Beratungen über die Corona-Krise zusammenkommen will.

Die 30-Prozent-Begrenzung soll demnach ebenso für geschlossene Räume gelten wie für Veranstaltungen im Freien. In Räumen soll die Auslastung zusätzlich bei 5000 Zuschauern gedeckelt werden, im Freien bei 15 000. Nur Geimpfte und Genesene sollen Zugang haben und auch medizinische Masken tragen.

Die Vorlage stammt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Kanzleramt und gibt einen mit den Ministerpräsidenten und Vertretern der voraussichtlich künftigen Ampel-Koalition abgestimmten Arbeitsstand vom Morgen (8.30 Uhr) wieder. Dabei handelt es sich noch nicht um Beschlüsse aus den Bund-Länder-Gesprächen über ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Corona. An der Schaltkonferenz nehmen neben den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten auch die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) teil.

Zur geplanten Schließung von Clubs und Diskotheken gab es demzufolge noch keine Festlegung, ob eine Schwelle von 350 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen konsensfähig ist. Grundsätzliche Einigkeit herrscht demnach aber über weitreichende Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. In der Vorlage heißt es dazu: «Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zu beschränken.»

Kinder bis zur Vollendung des 14 Jahres seien davon auszunehmen. Ehegatten, Lebenspartner und Partner nichtehelicher Lebensgemeinschaften sollten als ein Haushalt gelten, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. «Private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen, sind davon nicht berührt.»

Bei Weihnachtsmärkten soll der Zugang bundesweit und unabhängig von der Neuinfektionsrate auf Geimpfte und Genesene (2G) beschränkt werden. «Ergänzend kann ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2G Plus)», heißt es in dem Arbeitspapier. «Die Teilnahme an Karnevalsveranstaltungen ist nur für Geimpfte und Genese möglich, die einen aktuellen Test vorweisen müssen (2G Plus).»

(dpa)

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