Letztes Update:
20211220124419

Ministerium: Drei Kinder von Moderna-Panne betroffen

12:43
20.12.2021
Von der Panne um Corona-Impfungen mit dem Mittel von Moderna im Kreis Olpe sind nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums drei Kinder betroffen. Am Sonntag sei es im Impfzentrum des Kreises zu einer Verwechslung von Impfstoffen gekommen, teilte das Gesundheitsministerium (MAGS) auf dpa-Anfrage am Montag mit. Drei Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren hätten versehentlich den Booster-Impfstoff von Moderna - in halber Dosierung - erhalten, statt den für ihre Altersgruppe zugelassenen Kinderimpfstoff von Biontech. Das Moderna-Mittel Spikevax ist bisher in der EU erst für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen.

«Nach den dem MAGS vorliegenden Informationen geht es den betroffenen Kindern gut und bisher sind keine Nebenwirkungen erkennbar», hieß es in Düsseldorf. Ein Elternpaar mit zwei Kindern hatte nach Angaben der Polizei nach dem Vorfall im Impfzentrum in Attendorn Anzeige wegen Körperverletzung gegen die Person erstattet, die die fehlerhafte Impfung durchgeführt haben soll.

(dpa)

EU will schneller auf Krisen wie Covid-19 reagieren

12:42
20.12.2021
Die EU will auf Gesundheitskrisen wie die Corona-Pandemie schlagkräftiger reagieren können. Dazu verständigten sich die EU-Staaten am Montag auf ein Gesetz, das im Krisenfall den einfacheren Kauf von Impfstoff, Medizinprodukten und Medikamenten für alle Mitgliedstaaten ermöglichen soll. Zudem sollen Produktionskapazitäten überwacht und kurzfristig hochgefahren werden können.

Ein Großteil dieser Aufgaben dürfte von der neuen EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskrisen Hera (Health Emergency Preparedness and Response Authority) übernommen werden. Sie soll gesundheitliche Notstände verhindern, gefährliche Erreger schneller entdecken sowie im Krisenfall zügig reagieren.

Die Koordination soll der Einigung vom Montag zufolge über einen Krisenstab laufen, dem die EU-Kommission sowie die EU-Ratspräsidentschaft vorsitzen. Dabei wollen sich die EU-Staaten etwa bei der Anschaffung von Medikamenten und Ausrüstung ausreichend Mitspracherecht sichern. Bevor die EU-Kommission Verträge abschließt, muss sie die EU-Staaten einbeziehen und Hinweise berücksichtigen.

Die EU-Kommission hatte im September Hera in Anlehnung an die US-Behörde Barda (Biomedical Advanced Research and Development Authority) vorgeschlagen. Der ehemalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Vertreter etlicher anderer Länder pochten dabei auf ein ausreichendes Mitspracherecht im Krisenfall. Die politische Einigung vom Montag muss Anfang 2022 nun noch einmal endgültig von den EU-Staaten bestätigt werden.

(dpa)

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