Letztes Update:
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Lockdown-Partys: Foto zeigt Johnson mit knapp 20 Leuten im Garten

09:24
20.12.2021
Nach Berichten über Lockdown-Partys im britischen Regierungssitz ist ein Foto von Premierminister Boris Johnson mit knapp 20 Leuten im Garten der Downing Street aufgetaucht. Auf der am Montag vom «Guardian» veröffentlichten Aufnahme, die aus einer Zeit mit strengen Kontaktbeschränkungen stammt, ist Johnson an einem Tisch mit Ehefrau Carrie und zwei Mitarbeitern zu sehen. Über den Garten verteilt sieht man weitere Grüppchen, es gibt Wein und Käse. Ein Regierungssprecher sagte, es sei ein Arbeitstreffen gewesen.

Damals, im Mai 2020, durften sich in England eigentlich nur maximal zwei Personen treffen, draußen und im Abstand von zwei Metern. Auch Arbeitstreffen sollten nur «wenn unbedingt notwendig» stattfinden.

Das Foto reiht sich ein in eine Reihe von Berichten über Partys, die während des Lockdowns in der Downing Street stattgefunden haben sollen. Boris Johnson fehlt es deswegen an politischer Autorität, strengere Corona-Maßnahmen zu verteidigen. Die Vize-Chefin der Labour-Partei, Angela Rayner, nannte das Bild einen «Schlag ins Gesicht der britischen Öffentlichkeit».

(dpa)

NRW-Ministerpräsident Wüst: Keine Silvestersause in diesem Jahr

09:24
20.12.2021
Auch in diesem Jahr wird es nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) keine großen Silvesterpartys geben können. Bei der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag werde es auch wieder um Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich gehen, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag im ARD-Morgenmagazin. «Wir wissen aus der Vergangenheit, dass das Weihnachtsfest nicht der Pandemietreiber ist», sagte Wüst. Eine weihnachtliche Kaffeetafel oder ein Abendessen im Kreis der Familie werde auch dieses Jahr möglich sein. «Aber die große Silvestersause wird es nicht geben können.»

Mit Blick auf den Weihnachtsurlaub sagte der Ministerpräsident: «Ich persönlich würde jetzt auf Reisen ins Ausland einfach mal verzichten.»

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus in Europa müssten Bund und Länder nun rasch Notfallpläne erarbeiten, um sicherzustellen, dass Polizei, Feuerwehr, aber auch Strom und Wasserversorgung selbst bei hohen Infektionszahlen weiter funktionierten, sagte Wüst. «Wir werden darüber sprechen müssen, wie wir unser Land am Laufen halten, wenn mehr Menschen infiziert sind oder in Quarantäne sind.» Omikron verzeihe keine Nachlässigkeit. 

(dpa)

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