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Herrmann über rechtsextremen Einfluss auf Corona-Proteste besorgt

09:20
20.12.2021
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat den Einfluss von Rechtsextremisten auf die Proteste gegen die Corona-Einschränkungen «mehr als besorgniserregend» genannt. Er halte die Radikalen im «Querdenker»-Bereich für sehr gefährlich, deshalb würden sie auch von Polizei und Staatsschutz aufmerksam verfolgt, sagte Herrmann am Montag im Bayerischen Rundfunk. «Wir brauchen eine wehrhafte Demokratie, einen starken Staat, der solche Umtriebe bekämpft.»

Am Sonntag hatten in Nürnberg Tausende gegen die Coronapolitik von Bund und Staatsregierung sowie eine mögliche Impfpflicht protestiert. Herrmann selbst hatte an einer Gegenkundgebung teilgenommen. «Ich habe klar Stellung bezogen, dass wir unsere Demokratie schützen müssen, dass wir Toleranz brauchen und dass es gefährlich ist, wenn sich immer mehr Rechtsextreme unter die Impfgegner mischen», sagte der CSU-Politiker.

Gleichzeitig betonte er, die Teilnehmer an Protestveranstaltungen dürften nicht pauschal kriminalisiert werden. Es sei eine legitime Auffassung, gegen Impfzwang zu sein. «Wir dürfen nicht die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben, im Gegenteil», betonte der Innenminister. «Aber da, wo es in Rechtsextremismus übergeht, da muss der Staat klare Grenzen ziehen.»

(dpa)

Gastgewerbe beim Umsatz weiterhin deutlich unter Vorkrisenniveau

07:41
20.12.2021
Deutschlands Gastwirte und Hoteliers haben im Oktober in Summe schlechtere Geschäfte gemacht als im Vormonat und hinken bei den Umsätzen dem Vorkrisenniveau weiterhin deutlich hinterher. Von September auf Oktober des laufenden Jahres gingen die Erlöse im Gastgewerbe sowohl preisbereinigt (minus 0,6 Prozent) als auch nominal (minus 0,1 Prozent) zurück, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat.

Verglichen mit dem Vorjahresmonat lagen die Umsätze nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Montag zwar preisbereinigt (real) um 19,9 Prozent und nominal um 21,2 Prozent höher. Damit war der Gastgewerbeumsatz im Oktober 2021 aber noch um real 17,8 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Von Januar bis einschließlich Oktober 2021 lagen die Umsätze in der Branche real um 13,4 Prozent unter dem Niveau der ersten zehn Monate 2020, nominal beträgt das Minus 11,2 Prozent. Zu Jahresbeginn 2020 waren Hotels und Gaststätten noch fast drei Monate lang uneingeschränkt geöffnet.

(dpa)

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