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5000 Menschen demonstrieren in Saarbrücken gegen Corona-Maßnahmen

07:38
20.12.2021
Rund 5000 Menschen haben am Sonntag in Saarbrücken gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie demonstriert. Die angemeldete Veranstaltung sei friedlich verlaufen, teilte die Polizei mit. Einige Teilnehmer habe man auf die geltende Maskenpflicht hinweisen müssen. Nach Angaben der Polizei waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort.

Vor Beginn der Demonstration am Landwehrplatz hatten sich demnach 20 nicht angemeldete Gegendemonstranten versammelt. Diese hätten die Auflagen der Polizei jedoch befolgt, hieß es. Zu einer Konfrontation sei es nicht gekommen.

(dpa)

Arbeitgeberpräsident Dulger für allgemeine Impfpflicht

07:37
20.12.2021
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat seine Position zu einer allgemeinen Impfpflicht nachgeschärft. «Ich habe lange auf die Vernunft der Menschen gebaut, aber mittlerweile bin ich sehr für eine allgemeine Impfpflicht», sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands BDA dem Handelsblatt (Montag). «Ich halte sie für den einzig gangbaren Weg, die Pandemie in den Griff zu bekommen.»

Dulger hatte sich vor rund einem Monat noch zögerlicher geäußert. «Wir setzen auf Dialog und Überzeugung. Daher ist eine gesetzliche Impfpflicht immer nur die zweitbeste Lösung. Sie darf aber nicht von vornherein ausgeschlossen werden», sagte er Ende November der «Rheinischen Post».

(dpa)

Impfzentrum-Panne: Kinder bekommen Moderna-Impfstoff statt Biontech

06:20
20.12.2021
Im Impfzentrum des nordrhein-westfälischen Kreises Olpe haben am Sonntag mehrere Kinder den Impfstoff von Moderna gespritzt bekommen - obwohl für sie bisher nur das Mittel von Biontech zugelassen ist. «Die Eltern der betroffenen Kinder wurden sofort über den Vorfall informiert», teilte der Kreis mit. Im Gespräch mit der ärztlichen Leitung des Impfzentrums sei ihnen mitgeteilt worden, dass für den Moderna-Impfstoff die Zulassung für Kinder bei der Europäischen Arzneimittelagentur beantragt sei.

Der Moderna-Impfstoff Spikevax ist bisher in der EU zugelassen für Menschen ab zwölf Jahren. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt das Präparat aufgrund eines erhöhten Risikos für Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen allerdings nicht mehr für Menschen unter 30 Jahren.

Bei den Kindern, die das Mittel von Moderna bekamen, seien zum Zeitpunkt des Verlassens des Impfzentrums keine Auffälligkeiten festzustellen gewesen, hieß es. Auf Wunsch der Eltern sei der Vorfall bei der Polizei angezeigt worden. Er war der impfenden Medizinischen Fachangestellten selbst aufgefallen, wie es hieß. Um wie viele Kinder es geht, wurde nicht mitgeteilt.

Das Impfzentrum habe die Fehlleistung der Fachangestellten zum Anlass genommen, sämtliche Abläufe und Kinderimpfungen noch einmal zu überprüfen. «Sollten dabei weitere Fälle festgestellt werden, werden die Eltern davon in Kenntnis gesetzt», hieß es.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Es ist der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. Die Kinder sollen von dem Impfstoff nur ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen.

(dpa)

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