Letztes Update:
20211219131219

FDP-Gesundheitspolitikerin gegen Lockdown wie in den Niederlanden

12:30
19.12.2021
Die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus hat die Pandemielage in Deutschland wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante als «sehr ernst» bezeichnet. Sie sprach sich am Sonntag trotzdem gegen einen Lockdown wie in den Niederlanden aus.

«Statt eines Lockdowns sollten die bestehenden vielfältigen Instrumente ausgeschöpft werden. Insbesondere darf es keine Schulschließungen geben, denn unsere Kinder haben unter dem Verlust ihrer Sozialkontakte und Bildungschancen bereits sehr gelitten», sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Fakt bleibt: Impfen ist und bleibt der Weg aus der Pandemie. Daher tun wir alles, um das Angebot zum Impfen und Boostern massiv auszuweiten.»

Das hohe Impftempo müsse während der Feiertage erhalten bleiben, so Aschenberg-Dugnus. Es sei gut und richtig, dass Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dafür gesorgt hätten, dass mehr Impfstoff zur Verfügung stehe. «Die Bundesregierung hat innerhalb kürzester Zeit das Pandemiemanagement neu aufgestellt. Wir haben den Corona-Expertenrat eingeführt und die Impflogistik verbessert. Dies sind wichtige Maßnahmen zur Eindämmung der Omikron-Variante.»

(dpa)

Spaniens Regierungschef Sánchez beruft Corona-Krisensitzung ein

12:21
19.12.2021
Spaniens Regierungschef Pedro Saánchez hat wegen schnell steigender Corona-Zahlen eine Krisensitzung für diesen Mittwoch einberufen. Bei der Videokonferenz mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften, die in etwa Ministerpräsidenten in Deutschland entsprechen, solle es um Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gehen, sagte Sánchez bei einer am Sonntag landesweit ausgestrahlten TV-Ansprache. Die hoch ansteckende Omikron-Variante des Virus zirkuliert auch in Spanien und dürfte nach Einschätzung von Experten schon bald vorherrschend sein.

Die Gefahr durch das Virus sei auch in Spanien trotz der hohen Impfquote von 90 Prozent aller Bürger über zwölf Jahre «real», warnte Sánchez. Die Infektionszahlen sind in der mittlerweile sechsten Corona-Welle des zu Beginn der Pandemie schwer getroffenen Landes rapide auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von nun fast 320 gestiegen. «Diese Inzidenz können wir nicht hinnehmen. Wir müssen unsere Anstrengungen erhöhen», betonte der Regierungschef.

Ein neuer Notstand oder andere drastische Maßnahmen wie ein Lockdown wurden jedoch nicht erwartet, weil die Lage in den Krankenhäusern nicht so dramatisch wie im vergangenen Jahr ist. Derzeit liegen gut 1300 Corona-Patienten auf Intensivstationen und belegen damit 14 Prozent der Kapazitäten.

Bisher beschränken sich die Corona-Maßnahmen in mehreren Regionen auf die 3G-Regel - geimpft, genesen oder getestet - beim Betreten vieler öffentlicher Innenräume, Beschränkungen bei der Auslastung von Gaststätten, Kinos und Konzerthallen sowie auf eine allgemeine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen sowie teilweise auch im Freien. Nur auf den Kanaren wurde auch die Teilnehmerzahl von Treffen zuhause begrenzt. In Barcelona demonstrierten am Samstagabend wieder mehrere Tausend Menschen gegen Corona-Beschränkungen.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden