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Corona-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter - auf 345,4

17:35
18.12.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist weiter gesunken. Wie das Landesgesundheitsamt am Samstag in Stuttgart mitteilte, lag der Wert bei 345,4 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Freitag waren es noch 353,1 gewesen.

Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen im Land sank im Vortagesvergleich um 7 auf 610. Die Hospitalisierungsinzidenz - also die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Corona-Infizierten pro 100 000 Menschen und Woche - sank ebenfalls: von 4,9 auf 4,66. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen ist in der Regel höher als in der Inzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor.

Das Landesgesundheitsamt meldete am Samstag 4511 weitere Corona-Fälle, damit erhöhte sich die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf 970 079. Bislang wurden den Angaben zufolge 121 Fälle der Omikron-Variante im Südwesten gemeldet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 10 auf nun 12 561.

(dpa/lsw)

Mehrere Tausend demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen im Südwesten

16:29
18.12.2021
In mehreren Städten im Südwesten haben Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen, gegen Kontaktbeschränkungen und die geplante Impfpflicht demonstriert. In Freiburg marschierten nach Polizeiangaben am Samstagnachmittag rund 3500 Teilnehmer durch die Innenstadt. 300 Personen versammelten dort sich zu einer Gegendemonstration. Es verlief aber weitgehend friedlich, fast alle Demonstranten hielten sich an die Auflagen, wie ein Sprecher der Polizei bestätigte.

Nur vereinzelt mussten Platzverweise wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht ausgesprochen werden. Die Einsatzkräfte verhinderten einzelne Blockadeversuche durch Gegendemonstranten.

In Überlingen im Bodenseekreis waren nach Polizeischätzung ebenfalls 2000 Gegner der Corona-Maßnahmen auf der Straße. Alles sei ruhig, friedlich und kooperativ verlaufen, sagte ein Sprecher. Auch in Karlsruhe, Pforzheim und Göppingen waren Versammlungen und Kundgebungen geplant.

In Göppingen kamen Hunderte Menschen zu einer Kundgebung der AfD zusammen. AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel verglich dort die Protestbewegung gegen die Maßnahmen der Pandemie mit den Montagsdemonstrationen in der DDR. «Diese Bewegung kommt von den Menschen, von den Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft - so wie vor 32 Jahren in der DDR», sagte sie in ihrer Rede am Samstag.

Alex Maier, der grüne Oberbürgermeister der Stadt Göppingen, versammelte sich mit einer Handvoll Gegendemonstranten am Rand der AfD-Kundgebung. Er wolle eine klare Kante zeigen, sagte er. Er sehe die Aufgabe der Politik darin, mit den Menschen zu reden, sie aufzuklären, und zur Impfung zu bewegen. «Ich glaube, dass ein großer Teil, der hier dabei ist, nicht mehr zu überzeugen ist», sagte Maier.

Der Landkreis hatte die Kundgebung zunächst auf 150 geimpfte, genesene und getestete Menschen beschränkt. Am Freitagabend setzte das Verwaltungsgericht Stuttgart beide Auflagen außer Kraft, wie es am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

(dpa/lsw)

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