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London ruft wegen Omikron-Variante Katastrophenfall aus

16:10
18.12.2021
Die britische Hauptstadt London hat wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus am Samstag den Katastrophenfall ausgerufen. «Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend», teilte Bürgermeister Sadiq Khan am Samstag mit. «Deshalb rufen wir erneut den Katastrophenfall aus.» Khan verwies darauf, dass die Zahl der Covid-Patienten in Londons Krankenhäusern wieder massiv steigt.

Bereits Anfang Januar hatte die Stadt wegen Covid-19 den Katastrophenfall ausgelöst. Damals stand das Gesundheitssystem kurz vor dem Kollaps. Konkret bedeutet das, dass spezielle Notfallpläne in Kraft treten und sich die beteiligten Einheiten enger abstimmen. In ersten Londoner Krankenhäusern soll bereits Personal auf Intensivstationen und Notaufnahmen umgeschichtet werden, wie die Zeitung «Guardian» berichtete.

Bürgermeister Khan rief alle in London auf, sich möglichst schnell impfen zu lassen. In etlichen britischen Städten wurden wieder Impfzentren geöffnet - auch in Stadien oder auf Weihnachtsmärkten -, wo man sich auch ohne Termin eine Spritze geben lassen kann.

In Großbritannien wurden am Samstag 10 059 neue Omikron-Fälle gemeldet - dreimal so viele wie am Tag zuvor. Insgesamt gibt es damit im Vereinigten Königreich rund 25 000 bestätigte Omikron-Fälle. In London hat die neue Virus-Variante bereits die bislang dominierende Variante Delta verdrängt.

(dpa)

Niederlande droht neuer Lockdown noch vor Weihnachten

16:06
18.12.2021
Die Niederlande stehen möglicherweise vor einem neuen harten Corona-Lockdown noch vor Weihnachten. Ministerpräsident Mark Rutte will an diesem Samstagabend (19 Uhr) neue Verschärfungen ankündigen, wie die Regierung in Den Haag mitteilte. Das Beratergremium der Regierung hat wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Virus zu einem strengen Lockdown geraten.

Medien berichteten aus Regierungskreisen, dass der Lockdown an diesem Sonntag unter anderem für Geschäfte, Gaststätten, Kultur und Friseure in Kraft tritt und vorerst bis zum 14. Januar gelten soll.

Nach ersten Berichten strömten im ganzen Land Menschen in die Innenstädte; es bildeten sich lange Schlangen vor Friseuren und Geschäften. Viele Niederländer wollten nun praktisch in letzter Minute noch Weihnachtseinkäufe erledigen. Das Zentrum von Rotterdam war am Nachmittag so überfüllt, dass die Stadtverwaltung dazu aufrief, nicht mehr in die Innenstadt zu kommen.

Die Experten empfahlen, dass fast alle Geschäfte mit Ausnahme der Supermärkte und Apotheken dichtmachen. Auch Gaststätten, Sport, Kultur, Kinos und Schulen soll es treffen. Bislang galt ein sogenannter Abend-Lockdown - das heißt, dass alles mit Ausnahme von Supermärkten um 17 Uhr schließen muss.

Aus Zahlen aus Amsterdam wird deutlich, dass sich die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante alle zwei bis drei Tage verdoppelt. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, erwarten die Experten. Vor allem die Krankenhäuser stünden unter so hohem Druck, dass sie einen weiteren Zustrom von Patienten nicht auffangen könnten.

(dpa)

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